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Frank Bentz ist von der Polizei Wolfratshausen nach Kochel gewechselt. Der 52-Jährige entspannt in der Freizeit gerne mit einem guten Buch. 

Personalia

Einsatzgebiet Kesselberg: Verstärkung für Polizei Kochel

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Sein Einsatzgebiet umfasst auch den Brennpunkt Kesselberg: Mit Frank Bentz (52) hat der Kochler Polizeichef Steffen Wiedemann einen neuen Stellvertreter. 

Kochel am See – „Ich weiß das Land und das soziale Gefüge sehr zu schätzen“, sagt Frank Bentz. Der 52-jährige Polizist ist von Wolfratshausen nach Kochel gewechselt und dort nun stellvertretender Dienststellenleiter. Bentz hat die Nachfolge von Friedrich Schröferl angetreten, der in Ruhestand gegangen ist.

Bentz stammt ursprünglich aus Leipzig, durfte 1984 mit seiner Familie nach Bayern ausreisen und lernte in Rosenheim Elektroinstallateur. Dann ging er zur Polizei und arbeitete in den vergangenen 27 Jahren zuerst in der Inspektion in Geretsried, seit 2005 in Wolfratshausen. „Ich wollte raus aus dem Schichtdienst“, begründet Bentz seinen Wunsch nach Veränderung. Dass er nach Kochel wechseln konnte, habe ihn sehr gefreut. Bentz lebt im Landkreis und hat zwei erwachsene Kinder.

Kesselberg ist ein Brennpunkt im Einsatzgebiet der Kochler Polizei

In Kochel ist der 52-Jährige die rechte Hand von Leiter Steffen Wiedemann (55). Die sieben Beamten betreuen ein 160 Quadratkilometer großes Gebiet. Sie sind zuständig für Kochel, Schlehdorf, Bichl und Benediktbeuern sowie für Teile der Jachenau. Am Walchensee reicht ihr Gebiet bis zur Landkreisgrenze nahe Wallgau. Ein Brennpunkt ist natürlich der Kesselberg. Hier ist auch regelmäßig die Kontrollgruppe Motorrad im Einsatz.

Die Beamten teilen sich in Kochel ein Gebäude mit der Rettungswache des BRK. Zur Verfügung stehen ihnen mehrere Fahrzeuge, ein ziviles Motorrad sowie ein Boot für den Walchensee. Die Dienststelle ist in der Regel täglich von 7 bis mindestens 18.30 Uhr für die Bevölkerung erreichbar. Die Beamten rücken zum Beispiel zu Verkehrsunfällen aus, übernehmen strafrechtliche Ermittlungsarbeit und sichern Veranstaltungen, um nur einige Punkte aus dem umfangreichen Spektrum zu nennen.

Auch die Verkehrsprobleme am Walchensee beschäftigen Polizei Kochel 

Täglich sind sie draußen unterwegs. Ein Augenmerk liegt zum Beispiel auf der Schulwegsicherheit. „Wir versuchen, möglichst viel präsent zu sein“, sagt Wiedemann. So beobachte man das sichere Ein- und Aussteigen in und aus den Schulbussen. In Ried, wo die Haltestellen direkt an der B 11 liegen, komme es immer wieder zu „brandgefährlichen Situationen“, so Wiedemann. „Da versuchen Autofahrer, sich auf abenteuerliche Weise vorbeizudrängeln.“ Die Beamten sehen sich aber auch als Ansprechpartner für die zahlreichen Schulweghelfer und kontrollieren Eltern, die eines oder mehrere Kinder mit dem Auto zur Schule bringen: „Nicht immer sind nämlich alle angeschnallt.“

Auch die Verkehrsbelastung und das hohe Tourismusaufkommen in der Walchenseeregion sind für die Beamten ein wichtiges Thema. „Der Druck wächst“, sagt Bentz. In der Folge komme es zu mehr Unfällen und verschiedensten Auseinandersetzungen.

Die Kochler Polizei ist zudem Anlaufstelle für Ratsuchende aller Art – egal, ob man etwas Wichtiges verloren hat, mit dem Nachbarn im Clinch liegt oder sich vor Einbrechern sorgt: Die Beamten können vielfach helfen oder an die zuständigen Stellen weitervermitteln. Man habe im Loisachtal ein wirklich gutes Auskommen mit der Bevölkerung, sagt Wiedemann: „Das Vertrauensverhältnis ist sehr gut.“ Das hat auch Bentz schon gespürt. „Man grüßt sich hier“, freut er sich und meint schmunzelnd: „In dieser Hinsicht war Wolfratshausen städtischer.“

Lesen Sie auch: SPD-Kreisrat fordert mehr Polizisten statt Walchensee-Ranger

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