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Das aufgestaute Wasser neben dem Bahndamm – bevor der Biberdeich entfernt wurde.

Elektrozaun erfolgreich gebaut

„Problem-Biber“ gibt nach

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Der „Problem-Biber“ gibt nach – jedenfalls fürs Erste. Der kleine Nager hat keinen weiteren Damm mehr neben der Bahnstrecke zwischen Kochel und Benediktbeuern gebaut. Ein von Mitarbeitern der Bahn errichteter Elektrozaun zeigt offenbar seine Wirkung. 

Kochel am See – Zuletzt hatten die für die Sicherung der Bahnstrecke zuständigen Mitarbeiter am 25. Januar den Biberdamm am Schleußbach in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde weggeräumt. „Dadurch ist das gestaute Wasser abgeflossen“, teilt die Deutsche Bahn AG auf Nachfrage mit.

Wie berichtet, drohte das aufgestaute Wasser des kleinen Schleußbachs den Bahndamm unweit der Parkbucht neben der Bundesstraße 11 aufzuweichen. Die Zerstörung des Damms am nördlichen Ortseingang von Kochel war nach Angaben eines DB-Sprechers notwendig, um so „eine Gefährdung des Eisenbahnverkehrs zu verhindern“. Damit nun der Biber an der gleichen Stelle nicht wieder einen Damm errichtet, wurde am 26. Januar ein Elektrozaun aufgestellt. „Bisher waren die getroffenen Maßnahmen erfolgreich“, so der Bahnsprecher. Der Biber habe an der kritischen Stelle noch keinen neuen Damm errichtet, heißt es. Der ehrenamtliche Biber-Beauftragte des Landratsamts beobachte nun die Situation vor Ort.

Der Behörde liege „eine nachhaltige Lösung am Herzen“, hatte der Kochler Bürgermeister Thomas Holz in der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtet. Das sei bei aller Liebe für die Tiere auch nur zu verständlich. Denn ein derartiger Biberbau könne zu einer großen Gefahr werden.

Um dem Biber das Handwerk zu legen, käme laut Holz auch eine sogenannte Entnahme des Tiers in Frage. Das heißt, der Nager müsste in eine Lebendfalle gelockt werden und in ausreichender Entfernung wieder freigelassen werden. Ein Abschuss der geschützten Tiere sei ausgeschlossen.

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