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Ankommen in Kochel: Das neue Pfarrer-Ehepaar Elke und Matthias Binder im Amtszimmer, in dem noch einige Umzugskisten ausgepackt werden müssen .

Neue Pfarrer

„Es ist ein schönes Ankommen“

Ab diesem Sonntag hat die evangelische Kirchengemeinde Kochel wieder einen hauptberuflichen Hirten. Besser gesagt: sogar zwei. Mit Elke und Matthias Binder tritt ein Pfarrer-Ehepaar die Nachfolge von Corvin Wellner an, der die Pfarrei im November verlassen hat (wir berichteten).

Kochel am See – Das Namensschild am Briefkasten ist schon ausgewechselt worden. Und zwischen Pfarrbüro und Amtszimmer haben die Binders eine Türe einbauen lassen. Ansonsten haben die beiden 48 und 47 Jahre alten Geistlichen lediglich kleine Reparaturarbeiten vornehmen lassen im evangelischen Pfarrhaus, in dessen Wohnung im ersten Stock sie Anfang Juli eingezogen sind.

Auch in der Kirchengemeinde wollen sie vorerst alles so weiterführen wie bisher. Erst mal ankommen. Sich ein Bild machen. Mit den Menschen sprechen. Das erste Gefühl nach ihrer Ankunft ist aber bei beiden in jedem Fall ein gutes. „Es ist ein schönes Ankommen“, findet Matthias Binder.

Im Januar waren er und seine Frau zu einer kurzen Besprechung im Ort. „Kochel im Sommer erleben wir jetzt aber das erste Mal“, sagt Elke Binder begeistert. „Das übertrifft unsere Erwartungen. Mir war nicht klar, dass die Kulisse hier so schön ist“, so Matthias Binder und blickt aus dem Fenster hinaus auf die Berge unter tiefblauem Himmel.

„Die Zeit war reif, sich nach neuen Herausforderungen umzuschauen.“ So hatte Matthias Binder die Bewerbung auf die Kochler Pfarrstelle in einem Telefonat mit dem Tölzer Kurier im Dezember begründet. Zehn Jahre waren er und seine Frau als Geistliche in der evangelischen Kirchengemeinde Engelthal (Kreis Nürnberger Land) tätig, einem ehemaligen Klosterdorf mit knapp 1100 Einwohnern – die meisten von ihnen Protestanten. Nun in einer Kirchengemeinde zu arbeiten, in der die Protestanten gegenüber den Katholiken in der Minderheit sind, und „das Evangelische noch nicht so verwurzelt ist wie im fränkischen Kernland“, bezeichnete Binder damals als reizvolle neue Aufgabe.

Obwohl noch längst nicht alle Umzugskartons ausgepackt sind, haben die beiden in den letzten Tagen schon ein paar Erkundungsausflüge unternommen. Natürlich waren sie in den verschiedenen Gemeindeteilen ihrer Pfarrei wie Walchensee oder Benediktbeuern. Außerdem haben sie Spaziergänge am Kochelsee und eine Radtour ins Moos unternommen. Ihr erster Eindruck von den Menschen hier war ein ebenso guter wie von der Landschaft. „Wir haben bisher nur aufgeschlossene Menschen getroffen“, so Elke Binder.

Natürlich gab es schon erste Gespräche mit Pfarrerin Antonia Janßen, die seit Wellners Weggang die Pfarrei übergangsweise leitete. Und die Gottesdienstplanung bis Weihnachten haben die Binders auch schon erarbeitet. Die „Antrittsbesuche“ von Vertretern aus Kommunalpolitik oder der Kirche fänden allerdings erst nach der Amtseinführung an diesem Sonntag statt.

Dazu beitragen, dass sich die Protestanten in der weit verzweigten Kirchengemeinde von Großweil über Walchensee bis Benediktbeuern als eine Glaubengemeinschaft fühlen: Das sehen die Eltern von zwei erwachsenen Kindern als eine ihrer wichtigsten Aufgaben in Kochel an. Ganz konkret steht bereits fest, dass Elke Binder nach den Sommerferien den evangelischen Religionsunterricht an der Benediktbeurer Schule übernehmen wird. Pfarrerin Janßen wird weiterhin die Kochler Grundschule betreuen.

Einführungsgottesdienst

Der Gottesdienst wird am Sonntag, 9. Juli, um 17 Uhr in der evangelischen Kirche in Kochel gefeiert. Anschließend gibt es einen Stehempfang im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Benediktbeuern.

Franziska Seliger

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