Mit Kuhglocke und Gamsbart: Normalerweise ist Hias Hammerl bei Spielen des FC Bayern München nicht aus dem Stadion wegzudenken. (Archivfoto)
+
Mit Kuhglocke und Gamsbart: Normalerweise ist Hias Hammerl bei Spielen des FC Bayern München nicht aus dem Stadion wegzudenken. (Archivfoto)

„Reise wäre fahrlässig“

Supercup-Finale in Budapest: Dem FC Bayern fehlt ein wichtiger Mann

Normalerweise nimmt Hias Hammerl aus Ried als Fan des FC Bayern jede Reise auf sich, um die Mannschaft im Stadion anzufeuern. Diesen Donnerstag ist das anders.

Ried – Er ist, das darf man ruhig sagen, ein FC-Bayern-Edelfan. Von den rund 300.000 Vereinsmitgliedern trägt Hias Hammerl die Nummer 906. Heißt: Es gibt genau 905 Mitglieder, die länger dabei sind. Der 76-Jährige ist gewöhnlich bei jedem Spiel der „Roten“ im Stadion vor Ort, gerade auch bei den internationalen. Ist der Riederer diesen Donnerstag auch beim Supercup-Finale gegen Sevilla in Budapest dabei? Wir haben telefonisch nachgefragt.

Hias, wo erwische ich Dich gerade?

Im Taxi zwischen Huglfing und Bichl.

Also nicht auf dem Weg nach Budapest zum Supercup gegen Sevilla?

Nein. Die Ansteckungsgefahr ist mir viel zu groß. Das wäre wirklich fahrlässig. Budapest ist eindeutig ein Corona-Risikogebiet.

Also kein Fan um jeden Preis?

Nein. Man gefährdet ja nur sich selbst und andere. Das muss wirklich nicht sein.

Hätte der FC Bayern seinen beträchtlichen Einfluss geltend machen müssen, um eine Verschiebung des Spiels zu erreichen?

Ich glaube nicht, dass das eine Sache des FC Bayern war, sondern der UEFA. Aber natürlich wäre eine Verschiebung besser gewesen.

Wärst Du zum Beispiel in Porto dabei gewesen?

Nein. Ich finde, dass die Grenzöffnungen viel zu früh gekommen sind. Wenn es mit Corona jetzt weltweit wieder losgeht, dann wird das wirtschaftlich eine Katastrophe.

Fragen: Christoph Schnitzer

Auch interessant

Kommentare