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Max Leutenbauer (li.) übergibt das Forstrevier Kochel an seine beiden Nachfolger Florian Weber (2. v. li.)und Elisabeth Necker. (2. v. re.). Bereichsleiter Forsten Christian Webert (re.) heißt die neuen Teammitglieder willkommen.

Forstrevier Kochel 

Förster Max Leutenbauer sagt Servus

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Das Forstrevier Kochel hat zwei neue Verantwortliche: Elisabeth Necker und Florian Weber treten die Nachfolge von Max Leutenbauer an. Dieser widmet sich künftig anderen Aufgaben.

Kochel am See/Wackersberg – Über 30 Jahre lang war Förster Max Leutenbauer „das“ Gesicht vom Forstrevier Kochel. Zuerst betreute er den östlichen Teil des Gebiets, seit 2005 im Rahmen der Forstreform auch den westlichen Teil. Doch nun übernimmt der 57-Jährige neue Aufgaben: Er wird als Berater für den „Forstlichen Wegebau“ hauptamtlich arbeiten.

Neu ist für ihn diese Arbeit jedoch nicht. „Das habe ich in den vergangenen elf Jahren schon nebenbei gemacht“, sagt Leutenbauer lächelnd. Vor einiger Zeit habe er sich um eine der vier neu geschaffenen Stellen in Bayern beworben – und den Zuschlag erhalten. Nun betreut er das Gebiet im östlichen Oberbayern, genauer gesagt zwischen den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Berchtesgadener Land und Altötting. Sein Büro hat er aber nach wie vor in Kochel.

Neues Einsatzgebiet reicht bis Berchtesgaden

„Ich bin der Ansprechpartner für alle Kollegen, die Wegebaustellen haben“, beschreibt der Kochler seine neue Aufgabe. Dazu gehöre, Informationen weiterzugeben, etwa über Fördermöglichkeiten, Bautechnik und übers Vergaberecht.

Ist es als Förster nicht schwer, vom Außendienst in den Innendienst zu wechseln? Leutenbauer schmunzelt: „Auch in der neuen Stellung bin ich viel draußen, nur in einem anderen, größeren Bereich.“ Beide Aufgaben nebeneinander auszuführen, sei nicht mehr möglich gewesen. „Die Doppelbelastung war einfach zu groß.“ Trotzdem, ein bisschen wehmütig sei er schon, gibt der 57-Jährige zu: „Ich hatte hier ja jahrelang eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Waldbauern und Waldbesitzern. In Kochel sei er aber weiter präsent. Leutenbauer ist Vorsitzender des Vereins für Heimatgeschichte im Zwei-Seen-Land und aktiv in die Renovierung des „Schusterhauses“ eingebunden und bleibt auch für die kommende sechs Jahre für die CSU im Gemeinderat.

Elisabeth Necker ist erste Revierleiterin im Loisachtal

Derzeit läuft im Kochler Forstrevier die Übergangsphase. Lautenbauers Revier Sein Revier teilen sich zwei Nachfolger in Teilzeit: Elisabeth Necker im Loisachtal und Florian Weber im Isartal. Was bislang laut Pressemitteilung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Holzkirchen „eine absolute Ausnahme in der Bayerischen Forstverwaltung ist“, soll künftig ein zukunftsweisendes Modell zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Elisabeth Necker kümmert sich um die Gemeinden Benediktbeuern, Bichl, Kochel und Schlehdorf, und Florian Weber ist verantwortlich für die Wälder im Gemeindebereich Wackersberg und für den Stadtwald in Bad Tölz. Die beiden sind also viel unterwegs, teilen sich aber das Büro in Kochel.

Elisabeth Necker (36) ist im Bereich Holzkirchen die erste Revierleiterin. Sie ist verheiratet, Mutter von zwei Kindergarten-Kindern und lebt mit der Familie in Benediktbeuern. Das Interesse für diesen Beruf entstand bei der gebürtigen Penzbergerin als Schülerin bei einem Ausflug in den Bayerischen Wald. „Da war ein Förster, der hat so begeistert von seinem Beruf erzählt, dass ich beschlossen habe, das mach ich auch“, berichtet Necker am Telefon. Nach dem Abitur studierte sie Forstwirtschaft in Weihenstephan und ging dann als Einsatzleiterin zur Waldbesitzervereinigung nach Holzkirchen. In den vergangenen acht Jahren war sie in Murnau bei der Fachstelle Schutzwaldmanagement der Bayerischen Forstverwaltung tätig.

Corona-Krise: Auswirkungen auf Waldarbeit

Auf die neue Herausforderung in Kochel freut sie sich sehr. „Man ist viel an der frischen Luft und erlebt den Wechsel der Jahreszeiten. Und eine schöne Aussicht kann man auch immer wieder genießen“, sagt die 36-Jährige. Sie hofft, dass ihr die privaten Waldbesitzer ebenso großes Vertrauen entgegenbringen wie ihrem Vorgänger.

Auch für Florian Weber ging mit der Anstellung in der Heimat ein Traum in Erfüllung – der 36-Jährige stammt von einem Bauernhof in Gaißach. Weber ist gelernter Landwirt mit Techniker-Abschluss, anschließend studierte er Forstwirtschaft und arbeitete in den vergangenen sechs Jahren am Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Referat Holzwirtschaft und Forsttechnik.

Die beiden Förster sind schon gut eingespannt. Die größte Herausforderung derzeit sei die Bekämpfung des Borkenkäfers, sagt Weber. Der warme und trockene Winter sei für die Vermehrung des Käfers ideal gewesen. Durch die Stürme in den vergangenen Wochen gebe es im Wald zudem viele Einzelwürfe. „Ich hoffe, die Privatwaldbesitzer animieren zu können, im Wald aufzuräumen“, sagt Weber. Die Corona-Krise spüre man übrigens auch im Wald: Weil die Sägewerke schließen, gerate der „Holzabfluss“ aus dem Wald ins Stocken.

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