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Auf der Terrasse am Aspenstein: Tamara Wissing und Niklas Fischer sind sich einig, dass man nicht leicht einen Arbeitsplatz mit diesem herrlichen Ausblick findet – einer mit geschichtlichem Hintergrund noch dazu.  

Führungswechsel in der Kochler Vollmar-Akademie 

Niklas Fischer übernimmt Aspenstein

Wechsel in der Führungsriege der Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel: Die ehemalige Geschäftsführerin Tamara Wissing verlässt die Bildungsstätte. Ihr Nachfolger ist Niklas Fischer.

Kochel am See Das Heimweh war doch zu groß. Vor neun Jahren fing Tamara Wissing als pädagogische Mitarbeiterin auf dem Aspenstein an. Seit 2012 war sie Geschäftsführerin – aber ihre Heimat Bamberg hat sie nie vergessen. Nun kehrt die 35-Jährige dorthin zurück. Am 1. Dezember tritt sie ihre Stelle als Leiterin des Fortbildungsinstituts der Lebenshilfe Bayern in Erlangen an.

Sehr viel hat sich während Wissings Zeit als Geschäftsführerin auf dem Aspenstein verändert. Unter anderem wurde die Akademie für politische Bildung saniert. Und auch am Konzept musste gefeilt werden: Denn nachdem sich das Wahlergebnis der SPD in den vergangenen Jahren kontinuierlich verschlechterte, die Vollmar-Akademie als parteinahe Stiftung laut Wissing aber finanziell mit von diesem Wahlergebnis abhängt, habe der Vorstand der Akademie andere Einnahmequellen akquirieren müssen.

Und Wissing musste dies umsetzen: Statt wie zuvor nur Seminare für politische Bildung im Haus anzubieten, werden seit einiger Zeit auch Veranstaltungen außer Haus durchgeführt. Ebenso finden Seminare zum Thema Flucht und mit Flüchtlingen statt. „Außerdem haben wir viele externe Tagungen an die Bildungsstätte geholt“, so Wissing; etwa von Universitäten oder Behörden. Doch die Hauptaufgabe bleibe die politische Bildung, betont sie.

Durch all diese Veränderungen konnte die Auslastung der Akademie mit ihren 41 Zimmern unter ihrer Geschäftsführung deutlich gesteigert werden. Angesichts dieses Erfolges und der guten Zusammenarbeit der knapp 30 Mitarbeiter gehe sie nun „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“. „Ich habe hier sehr interessante Leute kennengelernt. Und die Arbeit hat mir eigentlich jeden Tag Spaß gemacht.“ Auch im SPD-Ortsverein war Wissing aktiv. Wegen ihres Wegzugs wird die Diplom-Pädagogin dort austreten.

Wissings Nachfolger auf dem Aspenstein ist Niklas Fischer. Bereits seit 2015 war der 36-Jährige stellvertretender Geschäftsführer. Zu Beginn diesen Jahres, als Wissings Weggang sich schon abgezeichnet hatte, hat der studierte Historiker nach und nach viele ihrer Aufgaben übernommen. Fischer stammt ursprünglich aus Bielefeld, lebt aber seit 2011 in München – und möchte hier auch bleiben, wie er versichert.

Große Veränderungen plant er derzeit nicht auf dem Aspenstein. Vor allem werde es in den nächsten Jahren darum gehen, „welche Angebote geschaffen werden müssen, um heutzutage Menschen für politische Bildung zu begeistern“, so Fischer. Und die Seminare für Geflüchtete würden weiter ausgebaut. Und natürlich werde er sich wesentlich mit den Planungen zum 70-jährigen Bestehen der Akademie befassen, das 2018 groß gefeiert werden soll. Franziska Seliger

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