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Das Gerüst für die Umgehung des Felswegs wird aufgebaut. Ab Montag müssen die Fußgänger vorübergehend über diese schmale Behelfslösung a m Kochelsee-Ufer gehen.

Fußgänger gehen übers Wasser

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Der Winter hat dem Schiefergestein oberhalb des Seewegs am Trimini schwer zugesetzt. Hier müssen dringend Felssicherungsarbeiten durchgeführt werden, berichtete Bürgermeister Thomas Holz in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Geplant ist, die Böschungen mit Stahlmatten und Spritzbeton zu sichern, die in dem Flysch-Gestein verankert werden. Die Arbeiten dauern voraussichtlich drei Wochen.

Kochel am See – Um diese Felssicherung an dem rund 50 Meter langen Bereich zwischen der Auffahrt zum Thermeneingang und dem Fußgängertunnel durch das Trimini durchführen zu können, muss laut Holz „eine höchst aufwendige Gerüstkonstruktion“ für die Fußgänger gebaut werden. Die mit der Felssicherung beauftragte Spezialfirma muss nämlich ihren Arbeitsraum direkt auf dem Seeweg einrichten, der deshalb für die Allgemeinheit gesperrt werden muss.

„Da schönes Wander- und Ausflugswetter vorhergesagt ist und zwei Feiertage in den kommenden Wochen vor uns liegen, wollen wir den Weg nicht ganz sperren“, sagt der Bürgermeister. Aus diesem Grund wird die aufwendige Umgehung des Baustellenbereichs mit einer Gerüstkonstruktion im Böschungsbereich zum Kochelseeufer errichtet. „Da diese Behelfslösung wesentlich schmäler sein wird als der Seeweg, kann es zu Behinderungen kommen“, so der Rathauschef. Er bittet deswegen schon jetzt um Verständnis. Nach Ende der Arbeiten ist der Seeweg wieder ohne Einschränkungen begehbar.

„Die Spaziergänger können in den nächsten Wochen übers Wasser gehen“, witzelte ein Kochler Gemeinderat bei der Bekanntgabe der Nachricht. Weniger erfreut war dagegen Florian Eberl. Ob es denn bei der Felssicherung keine andere Möglichkeit gebe als eine „hässliche Spritzbetonwand“, wollte der CSU-Gemeinderat wissen. Ein Abtragen des brüchigen Gesteins sei nicht möglich, sagte Holz. „Ganz oben steht nämlich die neue Hubertus-Sauna.“ Lieber hässlich als weiterhin gefährlich, so die pragmatische Einschätzung des Bürgermeisters. Der Spritzbeton könne ja später mit Efeu kaschiert werden.

Die Geologie am Kochelseeufer wird in einer Pressemitteilung des Rathauses eingehend erklärt: Die Böschung baut sich demnach aus der lithologischen Einheit des rhenodanubischen Flysches auf. Diese Gesteinseinheit sei gekennzeichnet durch eine Wechsellagerung aus dunkelgrau gefärbten Mergeln und hellgrauen Kalken, heißt es. Vor allem im Winter und im Frühjahr haben Verwitterung und Frost die mergeligen Zwischenlagen in den vergangenen Jahren aufgeweicht. Die Wetterverhältnisse in den vergangenen Wintermonaten haben diesen Prozess aufgrund von Frost und Schmelzwasser noch be-schleunigt.

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme belaufen sich auf rund 85 000 Euro.

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