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Der Walchensee ist ein beliebtes Ausflugsziel für Naherholer und Einheimische.

Gesamtkonzept Walchensee 

Sommersorgen mitten im Winter

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Auch wenn die Badesaison noch in weiter Ferne ist: Kochel drängt zusammen mit der Nachbargemeinde Jachenau und Unterstützung des Landkreises auf ein Gesamtkonzept für den Walchensee. Ein hoffnungsvoller Anfang ist getan.

Kochel am See – Verstopfte Straßen, zugeparkte Rettungswege und die leidigen Nachtparker: Was an schönen Wochenenden im Sommer am Walchensee geboten ist, das haben der Kochler Bürgermeister Thomas Holz und sein Jachenauer Amtskollege Georg Riesch zusammen mit Landrat Josef Niedermaier am Dienstagvormittag in drastischen Worten geschildert. Darüber informierte der Kochler Rathauschef den Gemeinderat am Rande der ersten Sitzung im neuen Jahr.

Im Auftrag von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hatte deren Staatssekretär Franz Josef Pschierer zum Auftaktgespräch nach München eingeladen, sagte Holz. Eine hochrangig besetzte Runde hörte sich demnach die Sorgen aus dem Oberland an: Vertreter des Wirtschafts-, Innen-, Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums sowie der Regierung von Oberbayern und der Bayerischen Staatsforsten. Holz, Riesch und Niedermaier haben dabei deutlich gemacht: „Wir können das Problem nicht allein lösen.“ Weder die beiden Kommunen noch der Landkreis haben ausreichend Personal, um Übertretungen der bestehenden Anordnungen zu ahnden. Die reichen nach Überzeugung des Kochler Bürgermeisters ohnehin nicht aus. „Hier müssen neue Regeln aufgestellt und auch überwacht werden“, sagte er. Holz war nach der zweistündigen Sitzung überzeugt: Unser Anliegen ist angekommen.“

Zu den vorrangigen Fragen zählte offenbar die Überlegung, wie man Tagesausflügler besser lenken könne. „Wir können ja weder in Großweil noch in der Jachenau eine Schranke aufstellen, um die Erholungssuchenden an schönen Tagen auszusperren.“ Das sei auch nicht beabsichtigt, da man sehr wohl wisse, in welchem Maße die Naherholer zum Wachstum der Region beitragen. Ohne Einschränkungen aber sei der Massenansturm nicht zu bewältigen.

Die Vertreter der jeweiligen Ministerien und der Staatsforsten sowie Regierungspräsidentin Brigitta Brunner haben laut Holz alle Anmerkungen der Tölzer Delegation aufgenomen und werden sie in den jeweiligen Abteilungen besprechen. Ein weiteres Treffen in großer Runde soll laut Aussage des Bürgermeisters noch im ersten Quartal stattfinden. „Wir bleiben am Ball, damit sich etwas tut.“

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