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Gesperrter Kesselberg: Hangsicherung läuft

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Von: Veronika Ahn-Tauchnitz

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Auch der Steinschlagschutzzaun war bei dem Abgang von Bäumen, Felsbrocken und Erde komplett zerstört worden. Foto. Marksteiner/Feuerwehr Kochel am see
Auch der Steinschlagschutzzaun war bei dem Abgang von Bäumen, Felsbrocken und Erde komplett zerstört worden. © Foto. Marksteiner/Feuerwehr Kochel am See

Mit Hochdruck wird an der Behebung der Schäden am Kesselberg gearbeitet. An diesem Dienstag, 9. November, bleibt die Bundesstraße zwischen Kochel und Urfeld aber auf jeden Fall noch gesperrt.

Kochel am See - Wie berichtet war am Samstag in den Morgenstunden eine große Buche am Hang umgestürzt und auf die Fahrbahn gefallen. Auf ihrem Weg nach unten – der Baum stand etwa 100 Höhenmeter über der Straße – riss die Buche Felsbrocken, Erde und andere Bäume mit sich. Der Steinschlagschutzzaun oberhalb der Fahrbahn wurde dabei komplett zerstört. Dasselbe Schicksal ereilte die Schutzplanke neben der Straße, die von größeren Felsbrocken getroffen wurde.

Bereits am Samstag machte sich eine Fachfirma ein Bild

Nachdem die Feuerwehr die Fahrbahn freigeräumt hatte, begannen die ersten Sicherungsarbeiten am Hang durch eine Fachfirma. „Da das Gelände schwer einzusehen und unklar ist, was sich dort noch lösen kann, war es zu gefährlich, die Straße freizugeben“, sagt Martin Herda, Abteilungsleiter am Staatlichen Bauamt Weilheim. Daher habe man den Kesselberg gesperrt.

Kesselberg: Geologen sind mit vor Ort

Am Montag setzte die Firma ihre Arbeiten fort. Die ist durchaus herausfordernd, denn die Mitarbeiter müssen angeseilt in das sehr steile Gelände, um Äste und nicht mehr standsichere Bäume und anderes loses Material zu entfernen. „Außerdem sind wir mit unseren Geologen vor Ort, die sich den Hang anschauen“, sagt Herda. Am Dienstag in der Früh wird die beschädigte Fahrbahn abgefräst. Diese weist an einigen Stellen Löcher auf. Noch am Dienstagabend soll asphaltiert werden. „Dazwischen wird die Hangberäumung fortgesetzt“, sagt Herda.

Kann die Straße ohne Steinschlagfangzaun freigegeben werden?

Am Mittwoch soll die Schutzplanke erneuert werden. Noch nicht ganz klar ist, wann der Steinschlagfangzaun wieder aufgebaut werden kann. Ob die Straße auch davor schon wieder für den Verkehr freigegeben werden kann – auch diese Frage wolle man am Dienstag klären, sagt Herda. „Wir geben wirklich alles, was geht.“ Die Fläche, auf der der Baum Schaden angerichtet hat, sei aber einfach sehr groß.

Behebung der Schäden wird rund 100.000 Euro kosten

Und die Behebung der Schäden wird einiges kosten: Grob geschätzt geht Herda von rund 100 000 Euro aus, die der Bund aufbringen muss.

Die Kochler und Walchenseer tragen die Sperrung offenbar mit Fassung. Laut Bürgermeister Thomas Holz sind im Rathaus jedenfalls bislang „keine Beschwerden eingegangen“.

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