Gesamtkunstwerk: Sichtlich begeistert waren die Mitwirkenden von ihrem 16 Meter langen Gemälde.
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Gesamtkunstwerk: Sichtlich begeistert waren die Mitwirkenden von ihrem 16 Meter langen Gemälde.

Franz-Marc-Grundschule

Grundschule in Kochel veranstaltet Projektwoche unter dem Motto „Kinder treffen Künstler“

  • Franziska Seliger
    vonFranziska Seliger
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„Kinder treffen Künstler.“ Unter diesem Motto fanden jüngst in der Kochler Franz-Marc-Grundschule ganz besondere Projekttage statt, bei denen sich alles ums Malen, Basteln, Zeichnen, Hämmern und Schrauben drehte.

Kochel am See – Auf Initiative von Katharina Weishäupl vom Berufsverband Bildender Künstler München und Oberbayern, wurden die Kinder der ersten bis vierten Klasse dabei von Künstlern mit verschiedenen künstlerischen Schwerpunkten betreut. An fünf Schulvormittagen stand für sie nun nicht mehr Schreiben und Rechnen auf dem Stundenplan, sondern freies Arbeiten mit Pinsel und Co.. Die Kinder durften nach Herzenslust malen, kleben, schneiden, gipsen und hämmern. Mit zuvor selbst gesuchten Naturmaterialien entstanden Kunstwerke wie Mooshütten, Wolpertinger oder ein Blättermobilé. Außerdem schufen die Nachwuchskünstler neben einzelnen Gemälden ein 16 Meter langes Gesamtkunstwerk in den buntesten Farben.

Motto: „Kinder treffen Künstler“

Während der Projektwoche sollten die Schüler voller Fantasie und Experimentierfreude „ihr ureigenstes Potenzial entfalten können“, erklärte Weishäupl das Ziel der Veranstaltung. „Die entstandenen Kunstwerke sind so unterschiedlich wie die individuellen Charaktere ihrer Urheber.“ Das künstlerische Arbeiten sollte außerdem das Selbstvertrauen der Kinder stärken und ihnen ein Bewusstsein für ihre persönlichen Fähigkeiten sowie für die Fülle an Optionen eröffnen. Fachlich angeleitet wurden sie dabei von fünf Künstlern aus der Region; unter anderem von Anna Schölß aus Kochel, Robert Keil aus Benediktbeuern und Anja Kleer aus Schlehdorf.

Eine volle Dosis Kunst

„Mich freut es außerordentlich, dass wir das Kunst-projekt in diesen schweren Zeiten umsetzen konnten“, sagte Rektor Jakob Dondl. Denn wegen der schulischen und gesellschaftlichen Einschränkungen würden viele Kinder ihre Kreativität derzeit kaum ausleben. „Da kam diese volle Dosis künstlerische Gestaltungsfreiheit gerade zum rechten Zeitpunkt“, so der Schulleiter.

Da schau her: Bei einer schulinternen Ausstellung wurden alle Kunstwerke Mitschülern und Lehrern präsentiert.

Wesentlich unterstützt hatte die Kunstwoche auch der Förderverein der Schule. „Besonders schön war für uns Erwachsene mitzuerleben, wie die Kinder mit und in ihrem Schaffen aufblühten“, bilanzierte Vereinsvorsitzende Sabine Eberl. Die Kinder hätten sich voller Feuereifer in die Kunst gestürzt. Höhepunkt der Woche war die abschließende Ausstellung aller Kunstwerke, die wegen der Corona-Pandemie freilich nur schulintern stattfinden konnte. 

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