+
Pfarrerin Antonia Janßen (36) wird ab Dezember eine Gemeinde in Fürstenried mitbetreuen.

Evangelische Kirchengemeinde

Neue Herausforderung in München: Pfarrerin Antonia Janßen verlässt Kochel

Pfarrerin Antonia Janßen beendet ihre Tätigkeit in der evangelischen Kirchengemeinde Kochel. Zum Jahresende übernimmt sie eine neue Aufgabe in der Andreas-Kirche in München.

Kochel am See/Benediktbeuern – Eine schöne und prägende Zeit: Das verbindet Pfarrerin Antonia Janßen (36) mit ihrer Arbeit in der evangelischen Kirchengemeinde in Kochel. Fünf Jahre hat sie hier gewirkt – hat Gottesdienste gehalten, Religionsunterricht gegeben oder Beerdigungen und Hochzeiten betreut.

Außerdem ist die Familie hier gewachsen: Sie und ihr Mann Lasse wurden vor etwas mehr als drei Jahren Eltern der Zwillinge Luise und Mathilde. Diese Familie ist nun für Janßen ein wesentlicher Grund für den Umzug in die Landeshauptstadt. Denn die vergangenen fünf Jahre sei ihr Mann, der in Unterföhring arbeitet, vom Wohnort der Familie in Benediktbeuern nach München gependelt. Dadurch, so Janßen, sei viel gemeinsame Familienzeit verloren gegangen. Sie ist überzeugt: „Durch den Umzug wird unser Familienleben wieder leichter, weil wir Zeit gewinnen.“

Ein weiterer Grund für den Wechsel ist aber auch, dass ihre neue Stelle als Gemeindepfarrerin eine 75-Prozent-Stelle sein wird. In Kochel hat Janßen derzeit nur eine 50-Prozent-Stelle. Auf diese berufliche Herausforderung freut sie sich schon, zumal ihre beiden Kinder ab Herbst in den Kindergarten gehen werden.

Neue Stelle in Fürstenried zum 1. Dezember

Absichtlich haben Janßen und ihr Mann den Umzug zeitlich mit diesem neuen Lebensabschnitt der Kinder abgestimmt. Zum 1. September sei der Umzug geplant – pünktlich zum neuen Kindergartenjahr also. Die neue Stelle in Fürstenried wird sie am 1. Dezember antreten.

Janßen freut sich darauf, wieder in München zu arbeiten und zu leben. Viele Jahre sei die Stadt vor dem Umzug ins Loisachtal ihr Lebensmittelpunkt gewesen. Zwar seien die Jahre auf dem Land sehr schön gewesen, aber gerade für ihre Kinder sieht sie Vorteile darin, am Stadtrand in einer Wohnung mit Garten, aber allen Vorteilen einer Stadt aufzuwachsen.

Zu ihren künftigen Aufgaben kann Janßen noch nicht viel sagen. Bisher weiß sie nur, dass sie in Fürstenried mit zwei weiteren Kollegen eine Gemeinde mit rund 6000 Gläubigen betreuen wird.

Das neue berufliche Angebot sei „ins Haus geflattert gekommen“ – genau zu einem Zeitpunkt, als die Familie ihren Umzug nach München beschlossen hatte. Doch trotz der Vorfreude auf das Neue, sagt Janßen offen, „fällt mir der Weggang schwer“. Vermissen wird sie die Landschaft und die vielen Freizeitmöglichkeiten des Loisachtals. „Und natürlich beruflich die familiäre Atmosphäre.“

Ein Termin für die Verabschiedung steht noch nicht fest. Und auch, wer ihre Nachfolge antreten werde, sei derzeit noch offen, sagt die Pfarrerin.

Franziska Seliger

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gleitschirmflieger aus Penzberg stürzt am Blomberg ab - schwer verletzt
Der Penzberger (56) ist laut Polizei ein durchaus erfahrener Flieger. Trotzdem streifte sein Schirm den Windsack am Startplatz - mit fatalen Folgen.
Gleitschirmflieger aus Penzberg stürzt am Blomberg ab - schwer verletzt
Mann klaut Rucksack voll Zigaretten, läuft weg - und geht dann nochmal zurück
Der Mann ist mehrfach vorbestraft. Das hielt ihn aber nicht davon ab, einen ganzen Rucksack voll Zigaretten im Tölzer Kaufland zu stehlen. Und dann ging er nochmal …
Mann klaut Rucksack voll Zigaretten, läuft weg - und geht dann nochmal zurück
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Montagabend
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Montagabend

Kommentare