Der Verstorbene wurde mit dem Polizeihubschrauber ins Tal geflogen.
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Der Verstorbene wurde mit dem Polizeihubschrauber ins Tal geflogen.

Packendes Ende der Sommerferien

Mit Angehörigen auf dem Weg zum Gipfel: Wanderer stirbt am Jochberg - Bergwacht im Dauereinsatz

  • Christiane Mühlbauer
    VonChristiane Mühlbauer
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Zahlreiche Einsätze haben in den letzten Tagen der Sommerferien die Bergwacht Kochel beschäftigt. Leider gibt es auch einen Todesfall zu beklagen.

Kochel am See - Ein 68 Jahre alter Wanderer ist am vergangenen Donnerstag, 9. September, nach einem Herzinfarkt während der Wanderung zum Jochberg verstorben. Das berichtet jetzt die Bergwacht Kochel. Laut Pressemitteilung war der Mann mit vier Angehörigen auf dem Weg zum Gipfel, als er plötzlich starke Schmerzen in der Brust bekam und zusammenbrach.

Drama am Jochberg: Wanderer stirbt nach Herzinfarkt

Seine Begleiter verständigten die Bergwacht und begannen sofort mit Reanimationsmaßnahmen, berichtet Bereitschaftsleiter Anton Geiger. Obwohl die Helfer – auch der Hubschrauber kam – sehr schnell vor Ort waren, verstarb der Wanderer noch an der Unfallstelle. Der Polizeihubschrauber brachte ihn ins Tal. Das Krisenteam der Bergwacht kümmerte sich um die geschockten Angehörigen und begleitete sie ins Tal.

Es war nicht der einzige Einsatz für die Ehrenamtlichen in den zu Ende gegangenen Sommerferien, berichtet Geiger. Am Mittwoch vergangener Woche wurde ebenfalls am Jochberg eine Wandererin (60) versorgt, die nach einer Knöchelverletzung starke Schmerzen und Kreislaufprobleme hatte. Der Hubschrauber flog sie nach München ins Krankenhaus.

Mit der Seilwinde wurden vor Kurzem eine 80-Jährige, die am Martinskopf gestürzt war, in den Hubschrauber gezogen.

Am Dienstag wurden um die Mittagszeit im Bereich Herzogstand zwei Senioren versorgt. Eine 70-Jährige war beim Abstieg auf dem Wanderweg H2 gestürzt und bewusstlos geworden. Zuvor war eine 80-Jährige beim Aufstieg auf Höhe Martinskopfsattel ebenfalls gestürzt und bewusstlos geworden. Im Einsatz war jedes Mal auch das Hubschrauber-Team von der Unfallklinik Murnau.

Bergwacht im Dauereinsatz: Personen verlassen markierte Wege

Auch in der Woche zuvor war die Kochler Bergwacht fast täglich gefordert, berichtet Geiger. „Es waren viele Wanderer im Herzogstand- und Jochberg-Gebiet unterwegs.“ Trotz der Urlaubszeit sei die Verfügbarkeit der Einsatzkräfte sehr gut gewesen, dankt Geiger. Am ersten September-Sonntag hatten vier Wanderer und ein Hund beim Abstieg vom Herzogstand Richtung Walchensee die markierten Wege verlassen und saßen einige Zeit später im Absturzgelände fest. Deshalb setzten sie einen Notruf ab. Zur Rettung musste die Bergwacht den Polizeihubschrauber Edelweiß heranziehen. Die Helfer bauten eine Seilsicherung im Gelände auf und holten die Wanderer mittels Seilwinde in den Hubschrauber, um sie wieder ins Tal zu bringen.

Beim Abstieg vom Jochenberg: Frau verletzt sich am Knöchel

Tags zuvor half man einer Frau, die sich beim Abstieg vom Jochberg Richtung Sachenbach am Knöchel verletzt hatte. Hier leistete die Wasserwacht Walchensee die Erstversorgung. Mit dem Bergwacht-Fahrzeug wurde die Seniorin dann ins Krankenhaus nach Murnau gefahren. Am Donnerstag, 2. September, hatte hatte sich eine ältere Bergsteigerin beim Abstieg vom Herzogstand an der Schulter verletzt. Nach der Erstversorgung wurde sie ins Tal gebracht, wo sie das BRK ins Krankenhaus transportierte.

Das Verpassen der letzten Gondel war am Mittwoch, 25. August, einer Bergsteigerin zu Verhängnis geworden. Beim Abstieg vom Herzogstand bekam sie Knieprobleme. Die Bergwacht brachte sie ins Tal.  

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