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Montagearbeiten am Laufwerk: Zwei Monteure der Firma „Frey Austria“ inspizieren die Rollen einer Kabine.

Besuch bei Umbauarbeiten

Herzogstandbahn: Alles geht schneller als gedacht

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Der Umbau der Herzogstandbahn geht deutlich schneller als gedacht über die Bühne. Im Idealfall können sich sogar noch in diesem Winter Skifahrer auf den Berg transportieren lassen.

Walchensee – Die Mitarbeiter der Herzogstandbahn und die Monteure der Firma „Frey Austria“ aus Innsbruck müssen derzeit eine Herkulesaufgabe bewältigen. Die komplette Elektrotechnik sowie die Steuerung und Signalübertragung werden ausgetauscht. Eines der Kernstücke sind die Schaltschränke, die am vergangenen Donnerstagnachmittag geliefert wurden. In einem Schrank wird Drehstrom zu Gleichstrom umgewandelt, der die Motoren antreibt. In einem anderen Schrank befindet sich ein Computer, der die ganze Anlage steuert. Ein dritter enthält Batterien, die die Kabinen mit Strom versorgen. Der Strom ist notwendig, damit in ihnen Licht brennt und die Türen geöffnet werden können.

Drei bis vier Stunden hatte Betriebsleiter Jörg Findeisen für das Abladen und Vorbereiten der Schränke eingeplant. Tatsächlich waren die Arbeiten aber schon nach einer Stunde abgeschlossen. Dies sei typisch für den Verlauf der Maßnahme, sagt Findeisen: „Wir haben ein brutal vielseitiges Team, das die Monteure ordentlich unterstützt.“ Dazu gehören beispielsweise Elektriker, Mechatroniker und Schreiner. Findeisen: „Jeder denkt mit, jeder versucht, innovative Lösungen zu finden. Die Mitarbeiter sind unser größtes Kapital.“ Bis zu 14 Menschen arbeiten auf der Baustelle, darunter acht Angestellte der Herzogstandbahn.

Gut zehn Wochen sind für den Umbau angesetzt, die am 23. März enden soll. Tatsächlich könnte die Montage aber schon Anfang Februar abgeschlossen sein. „Danach haben wir viel Zeit, die Anlage wieder fahrbereit zu machen“, sagt Findeisen. Dabei denkt er vor allem an die Fahr- und Bremsversuche.

Wann die Bahn wieder startklar ist, lässt sich noch nicht genau abschätzen. Fraglich ist beispielsweise, wann der Sachverständige Zeit hat, der die Anlage abnimmt. Ebenso ungewiss ist, ob er gravierende Fehler findet. Findeisen blickt all dem zuversichtlich entgegen: „Es könnte gut sein, dass wir den regulären Fahrbetrieb vor dem 23. März wieder starten. Wenn alles funktioniert, können wir in diesem Winter sogar noch den Skibetrieb aufnehmen. Das wäre unser Traum.“ Momentan liegen die Arbeiten vier Tage vor dem Zeitplan. „Das ist auch nicht so häufig“, sagt der Betriebsleiter.

Rund eine halbe Million Euro wird der Umbau kosten. Es ist die zweite große Baumaßnahme innerhalb von vergleichsweise kurzer Zeit. Vor vier Jahren wurden die Trag- und Zugseile erneuert sowie die beiden Kabinen überholt. „Damit sind wir die nächsten Jahre gerüstet“, sagt Findeisen. Immerhin kam die Herzogstandbahn, die seit 1994 läuft, alleine im vergangenen Jahr auf 165 000 Beförderungen.

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