Für bestimmte Bereiche gibt es eine Anleinpflicht an Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie in den Schulferien zwischen 8 und 21 Uhr.
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Für bestimmte Bereiche gibt es eine Anleinpflicht an Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie in den Schulferien zwischen 8 und 21 Uhr.

Gemeinderat

Hundesteuer in Kochel steigt

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Die Gemeinde Kochel hat die Satzung für die Hundesteuer aktualisiert. Zudem gilt eine Anleinpflicht auf bestimmten Wegen.

Kochel am See - Die Gemeinde folgt dem Vorschlag des Bayerischen Gemeindetags für eine neue Mustersatzung zur Erhebung der Hundesteuer. Die alte sei 15 Jahre alt, sagte Bürgermeister Thomas Holz (CSU). Der erste Hund kostet nun statt bislang 80 Euro 120 Euro, der zweite Hund 180 Euro (bislang 140 Euro) und jeder weitere Hund 240 Euro (bislang 200 Euro). Wer sich einen Kampfhund hält, muss 1000 Euro bezahlen, das ist eine Verdoppelung. Bürger, die einen Hundeführerschein vorlegen können, erhalten eine Ermäßigung von 25 Prozent.

Zudem wurde eine Verordnung über das freie Umherlaufen von großen Hunden erlassen. Für diese gilt zu jeder Tages- und Nachtzeit eine Anleinpflicht für alle öffentlichen Anlagen sowie auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen im Gemeindegebiet. Außerdem gibt es für bestimmte Bereiche eine Anleinpflicht an Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie in den Schulferien zwischen 8 und 21 Uhr: am Kurpark/Heimatbühne, an der Seepromenade, auf dem Wanderweg zu den Lainbachwasserfällen sowie an den Wanderwegen an der Kohlleite, Rieder Weide, Trimm-dich-Pfad, an der Bahnlinie nach Ried, am Ibachweg, auf dem Brunnenbacher Weg sowie auf Zwergern am Walchensee. Das gilt für große Hunde ab einer Schulterhöhe von 50 Zentimetern, ausgenommen sind unter anderem Blinden-, Polizei- und Rettungshunde sowie Herdehüte-Hunde und Jagdhunde während der Ausbildung und des Einsatzes. Bürgermeister Holz wies zudem auf die Wiesenbrüterschutzverordnung im Loisach-Kochelsee-Moor hin.

Die Gemeinde hatte 2020 für die Hundeklos und deren Unterhalt Ausgaben in Höhe von fast 20 000 Euro, so Holz. Die Einnahmen durch die Steuer beliefen sich auf knapp 18 000 Euro. Auf Anregung von Frank Sommerschuh (FW) gibt es jetzt auch Hundeklo-Tüten im Bürgerbüro. Die Steuererhöhung und die Freilauf-Verordnung wurden vom Gemeinderat ohne Diskussionen und Gegenstimme abgesegnet.  

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