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Seglergemeinschaft Kochel 

Jugend entdeckt Spaß am Wassersport

Über 40 Jahre nach ihrer Gründung steht die Seglergemeinschaft Kochel (SGKL) heute auf soliden Füßen. Und der Verein beweist: Wer Segeln will, braucht keinen dicken Geldbeutel.

Kochel am See Mit vollen Segeln ist die Seglergemeinschaft Kochel in die Saison gestartet. Vor 41 Jahren wurde der Verein gegründet und steht laut Christoph Fedke heute recht gut da. „Wir sind relativ zufrieden“, so der Vorsitzende.

Aktuell gehören dem Verein rund 140 Mitglieder an. „Etwa 30 davon sind aktive Segler.“ Diese kämen überwiegend aus der Region, mitunter aber bis aus Lenggries oder München ins Zweiseenland gefahren. In der Vorstandschaft sei im Laufe der vergangenen Jahre eine Verjüngung gelungen, sagt Fedke. Aber: „Was uns fehlt, sind Leute, die aktiv im Verein arbeiten.“ Also beispielsweise Vorstandsposten übernehmen oder Segelregatten organisieren. Derartige Helfer werden im Verein dringend gebraucht – immerhin ist das Interesse groß, an Veranstaltungen der Kochler Segler teilzunehmen: Der alljährliche Segelkurs für Erwachsene sei bereits ausgebucht, so Fedke. Ebenso das einwöchige Segellager für Kinder während der Sommerferien, an dessen Ende die Prüfung zum „Jüngsten-Schein“ abgelegt werden kann. Hier soll der Nachwuchs lernen, verantwortungsvoll und umsichtig zu handeln, denn: „Segeln ist nichts für Leichtsinnige.“

Schon gar nicht am Walchensee, der zwar „ein wunderschönes“, aber auch ein sehr anspruchsvolles Segelrevier sei; unter anderem wegen der Fallwinde vom Herzogstand. „Die können sehr ruppig sein.“ Außerdem komme es oft zu plötzlichen Wetterumschwüngen. Auch die Schnuppersegeltage für Kinder stießen stets auf großes Interesse. Und wer will, kann auch Einzeltrainings buchen.

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Seinen Stützpunkt hat der Verein in Urfeld am Walchensee. „Dort liegen unsere Vereinsboote“, so Fedke. Darunter etwa sogenannte Kielboote oder 20 Optimisten; Letztere seien durch ihre leichte Handhabung ideal für Kinder und Jugendliche.

Gerade ist der Verein laut Fedke außerdem dabei, weitere Rennboote, sogenannte 470er, für den Nachwuchs anzuschaffen. Dass der Verein über eine große Flotte eigener Boote verfügt, die von den Mitgliedern ausgeliehen werden können, mache ihn besonders attraktiv, so Fedke. Hier müsse niemand reich sein, um Segelsport betreiben zu können. Denn ein eigenes Boot müsse man sich ja nicht anschaffen. Lediglich ein überschaubarer Jahresbeitrag sei zu bezahlen.

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Die Mitgliederstruktur der Kochler Segler ist deshalb bunt gemischt und reicht vom Schichtarbeiter bis zum Akademiker. Die meisten von ihnen genießen ihren Sport am Wochenende. Zwar findet einmal jährlich eine Vereinsregatta statt. Aber der Wettkampf steht nicht im Fokus des Vereins. Dafür habe man gar nicht die Boote, sagt Fedke. Vielmehr gehe es darum, das Segeln als Breitensport zu ermöglichen. Denn das sei das ideale Anti-Stressprogramm, findet Fedke, der dem Sport seit rund 20 Jahren verfallen ist. „Es ist ein Sport, durch den man wieder Zugang findet zu den Naturelementen. Und er ist unheimlich erholsam.“ Wer sich für den Segelsport interessiert, kann am Wochenende einfach mal mitsegeln. Franziska Seliger

Weitere Informationen

auf der Homepage unter www.seglergemeinschaft-kochel.de

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