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Schlüsselübergabe: Bürgermeister Thomas Holz und Denise Bissinger, die neue Besitzerin der früheren Jugendherberge. Daraus soll das Hostel „BergBlick“ werden.

Gemeinde verkauft Immobilie 

Jugendherberge wird Hostel für junge Gäste

„BergBlick“: Das ist der künftige Name eines Hostels, das bis Ende 2014 die Jugendherberge in Kochel war. Neue Besitzerin ist die Studentin Denise Bissinger.

Kochel am See– Eine Studentin kauft eine ehemalige Jugendherberge? Für die 22-jährige Kochlerin Denise Bissinger, die im dritten Mastersemester Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg studiert, „überhaupt nichts Ungewöhnliches“. Denn ihre Eltern betreiben eine Pension und ein Hotel garni im Ort. Die junge Frau ist also gewissermaßen in die Branche hineingeboren. Und sie hat in den vergangenen Jahren und neben ihrem Studium in Gastronomiebetrieben gearbeitet.

„Dort konnte ich faszinierende Einblicke in die Tourismusbranche gewinnen“, erklärt sie und betont: „Für mich ist es einer der schönsten Jobs überhaupt, mit dafür verantwortlich zu sein, dass es den Menschen in ihrer Urlaubszeit gut geht.“ Im vergangenen Jahr habe sie dann die Idee gehabt, die einstige Jugendherberge zu kaufen, die die Gemeinde Mitte 2015 vom Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) erworben hatte (wir berichteten).

Bissingers Konzept habe den Gemeinderat überzeugt, so Bürgermeister Thomas Holz. Einstimmig habe das Gremium deshalb beschlossen, das Haus an Bissinger zu verkaufen. Zum Kaufpreis möchte sich der Gemeindechef nicht äußern. Bissinger wird da zumindest etwas konkreter: „Mit Sanierungs- und Renovierungskosten liegt das Vorhaben im mittleren sechsstelligen Bereich.“

Ähnlich wie die Jugendherberge früher, will Bissinger in ihrem Hostel „BergBlick“ primär Schulgruppen, Jugendliche, Studenten und Wanderer ansprechen. Außerdem Touristen, „die gerne in Gesellschaft mit anderen Reisenden sind“ und damit das bereits bestehende Übernachtungsangebot in Kochel ergänzen. „Wir möchten mit lokalen Lebensmittelversorgern, Bauernhöfen und Restaurants eng zusammenarbeiten, um den Gästen ein gesundes und bayerisches Lebensgefühl zu vermitteln.“

Die derzeit laufenden und für den künftigen Betrieb notwendigen Renovierungsarbeiten – etwa Malerarbeiten oder das Verlegen neuer Böden – sollen bis Ende Mai abgeschlossen sein. „Nach der Saison sollen dann vor allem energetische Verbesserungen am Gebäude durchgeführt werden.“ Wann das Hostel eröffnet werden kann, hängt laut Bissinger vom Landratsamt ab. Ein konkreter Termin stehe noch nicht fest.

Franziska Seliger

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