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Münchner Wanderer haben in der Nacht auf Neujahr 2017 einen verheerenden Brand entfacht. 

Münchner Wanderer haben Feuer entfacht

Katastrophenalarm im Loisachtal: Chronolgie der Waldbrände

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Kochel am See - Die Löscharbeiten des Waldbrandes am Jochberg gestalten sich schwierig und dauern wohl noch Tage an. Wir haben eine Chronologie der Waldbrände in der Tölzer Region erstellt. 

Update vom 2. Januar 2017: Über die aktuellen Ereignisse berichten wir im Live-Ticker zum Waldbrand auf dem Jochberg.

Der letzte Katastrophenfall im Landkreis wurde am 20. November 2011 ausgerufen. Damals war am Sylvenstein im Bereich Falkenberg/Schwarzberg ein Flächenbrand ausgebrochen, der 15 Hektar Wald vernichtete. Rund 700 Helfer waren fünfeinhalb Tage mit den Löscharbeiten beschäftigt. Diese gestalteten sich sehr schwierig. Anfangs konnte man wegen hereinbrechender Dunkelheit und Nebel keinen Hubschrauber einsetzen. In den folgenden Tagen halfen den Wehren aus dem hiesigen Landkreis auch Ehrenamtliche aus Krün, Wallgau und Tirol. Bis heute ist unklar, warum das Feuer ausgebrochen war. Die Polizei geht von fahrlässiger Brandstiftung aus. Allein die Einsatzkosten lagen bei rund 150 000 Euro. 

Es war nicht der einzige verheerende Waldbrand in den vergangenen Jahren im Landkreis. Im Bereich Herzogstand/Fahrenberg in Kochel hat es sogar schon dreimal gebrannt, 1990 sogar gleich zweimal. Am 5. Januar 1990, also fast auf den Tag genau vor 27 Jahren, warf ein damals 15-Jähriger aus dem Sessellift einen Feuerwerkskörper. In der Folge vernichteten die Flammen 70 bis 100 Hektar Wald. 350 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Der verantwortliche Teenager, der mit seiner Familie aus Baden-Württemberg Ferien im Tölzer Land machte, musste seine Schuld später durch Sozialdienst abarbeiten.

Elf Monate später, am 19. November 1990, geriet ein Kachelofen im Herzogstandhaus in Brand. Das Feuer konnte sich rasch nahezu ungehindert ausbreiten. Unglücklicherweise war die Bergbahn gerade in Revision gegangen und deshalb nicht in Betrieb. Die Feuerwehr wurde mühsam mit der Materialseilbahn nach oben transportiert. Die Helfer konnten nicht mehr viel ausrichten – alle drei Herzogstandhäuser brannten bis auf die Grundmauern nieder. 

Der letzte Brand am Herzogstand war im März 2011. Zwei Wanderer hatten am Berg gegrillt, das Feuer geriet außer Kontrolle. Das Wetter spielte den Rettern in die Hände: Weil der Wind von unten wehte, breitete sich das Feuer nicht weiter aus, und konnte innerhalb eines Tages gelöscht werden. 150 Ehrenamtliche aus der ganzen Region waren im Einsatz. Ein gutes Jahr später wurden die Verantwortlichen zu einer Geldstrafe verurteilt. 

Hier geht es zum Ticker zu den aktuellen Ereignissen

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