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Die letzten Glutnester am Jochberg/Graseck sind am Montagmorgen von der Webcam am Herzogstand aus zu sehen (rechts im Bild).

Löscharbeiten gehen am Montagmorgen weiter

Katastrophenfall am Jochberg: Lagerfeuer löste den Waldbrand aus

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  • Kathrin Garbe
    Kathrin Garbe
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Kochel am See - Katastrophenfall am Jochberg bei Kochel am See: Wanderer hatten beim Jahreswechsel einen Waldbrand ausgelöst. Der Ticker von Tag 1. 

  • Über die aktuellen Ereignisse vom Montag berichten wir im Live-Ticker zum Waldbrand auf dem Jochberg.
  • Münchner Wanderer haben in der Nacht zu Neujahr einen Waldbrand am Jochberg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) ausgelöst.
  • Die Löscharbeiten könnten noch mehrere Tage andauern, der Bereich ist schwer zugänglich. Rund 100 Hektar am Jochberg sollen betroffen sein. 
  • Eine Zusammenfassung der Ereignisse lesen Sie hier.  

+++ 8.35 Uhr: Das Feuer am Jochberg war weit über den Isarwinkel hinaus zu sehen. Zum Beispiel vom Hohen Peißenberg (Kreis Weilheim-Schongau) aus, wie dieses Webcam-Bild zeigt:

Das Feuer am Jochberg war auch vom Hohen Peißenberg im Nachbarlandkreis Weilheim-Schongau zu sehen.

+++ 7.49 Uhr: Inzwischen ist offenbar klar, dass die beiden Männer tatsächlich ein Lagerfeuer entzündet haben. Wie die dpa meldet, ermittelt die Polizei nun, ob das Lagerfeuer als Signalfeuer gedacht war, um auf den Verletzten aufmerksam zu machen - oder ob es bereits vorher entzündet worden war.

+++ 7.46 Uhr: Seit 7 Uhr ist die B11 wieder gesperrt, die Einsatzkräfte bereiten sich auf die Löscharbeiten vor. Auch heute werden wieder Helikopter im Einsatz sein.

+++ 6.36 Uhr: Das Feuer ist eingedämmt, heißt es am Montagmorgen von Seiten der Polizei. Allerdings gebe es weiterhin Glutnester, darum werden nach Sonnenaufgang die Löscharbeiten wieder aufgenommen. „Bei erstem Licht soll es weitergehen“, sagte ein Polizeisprecher. 

Waldbrand am Jochberg: Das geschah am Sonntag

+++ 20.35 Uhr: Sobald die Löscharbeiten morgen gegen 7.30 Uhr wieder beginnen, muss die Fahrbahn der B11 erneut für den Verkehr gesperrt werden. Die Einsatzkräfte müssen die Flamme unter Kontrolle bringen. Wir halten Sie über die neuen Entwicklungen auf dem Laufenden. 

+++ 18.11 Uhr: Der Tag endet für die Einsatzkräfte am Jochberg/Graseck. Kochels Bürgermeister Thomas Holz ist vor allem dankbar für die große Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte. „Es ist erstaunlich, wie schnell die ehrenamtlichen Kräfte in dieser Nacht im Einsatz waren.“

Einsatzleitung am Jochberg: Erste Löscherfolge, aber noch keine Kontrolle

+++ 16.45 Uhr: Am Ende des ersten Einsatztages am Jochberg werden rund 293.000 Liter Wasser über der Einsatzstelle abgelassen worden sein. 

+++ 16.40 Uhr: Voraussichtlich gegen 17.30 Uhr wird die B11 (Kesselbergstraße) nahe des Jochbergs wieder für den Verkehr freigegeben - allerdings nur über Nacht. 

+++ 16.37 Uhr: Gerade ist die Lagebesprechung zu Ende gegangen. Die sieben Maschinen werden noch bis 17.30 Uhr fliegen. Sie bleiben aber über Nacht im Loisachtal stationiert, um am Montag um 7.30 Uhr wieder einsatzbereit zu sein. Die Lage vor Ort fasst René Mühlberger, Pressebeauftragter der Örtlichen Einsatzleitung, zusammen: „Wir haben erste Löscherfolge erzielt, aber die Lage ist nicht unter Kontrolle.“

Brand am Jochberg: Zuletzt gab es 2011 einen Katastrophenalarm in der Tölzer Region

+++ 16 Uhr: Der aktuelle Brand am Jochberg dürfte wohl einer der verheerendsten in der Tölzer Region sein - leider ereignet sich so etwas aber immer wieder. Der letzte Katastrophenfall in der Gegend wurde vor fünf Jahren ausgerufen. Damals war am Sylvenstein im Bereich Falkenberg/Schwarzberg ein Flächenbrand ausgebrochen, der 15 Hektar Wald vernichtete. Wir haben eine Chronologie der Waldbrände für Sie zusammengestellt

+++ 15.40 Uhr: Momentan sind sieben Hubschrauber im Einsatz. Es wird versucht, bis zum Einbruch der Dunkelheit das Feuer am Jochberg soweit einzudämmen, dass es sich in der Nacht nicht weiter ausdehnt, sagt die Polizei. 

+++ 15.15 Uhr: Die Feuerwehr geht davon aus, „dass rund 100 Hektar von dem Brand betroffen sind“, sagt Feuerwehr-Sprecher René Mühlberger gegenüber dem Tölzer Kurier. Das tatsächliche Ausmaß des Brandes am Jochberg wird man allerdings erst feststellen können, wenn der Bereich betreten werden kann.

Jochberg in Flammen: Webcam zeichnet Verlauf des Brandes auf

Eine Webcam auf dem Herzogstand hat die Entwicklung des Brandes in der Nacht zu Neujahr dokumentiert. 

+++ 14 Uhr: Wegen des Brandes kommt es zu Straßensperrungen. Die B 11 Mittenwald - Wolfratshausen ist zwischen der Einmündung der B 2 bei Krün und Kochel am See in beiden Richtungen gesperrt. Die Sperre wird voraussichtlich den ganzen Neujahrstag dauern (Umleitung über die B307 und die B13 über Bad Tölz und die B11 nach Kochel).

+++ 13.41: Eine Webcam auf dem Herzogstand vis-à-vis vom Jochberg hat den Brand im Zeitraffer aufgezeichnet. Der erste Punkt ist bereits gegen Mitternacht auf der rechten Seite des Bildes (siehe unten) zu sehen. 

+++ 12.30 Uhr: So lange aus der Luft gelöscht wird, bleibt die B11 am Kesselberg gesperrt. „Anders geht es nicht, weil die Außenlastbehälter über die Straße geflogen werden“, sagt Kreisbrandrat und Örtlicher Einsatzleiter Karl Murböck. 

Jochberg in Flammen: Ursache für den Waldbrand noch unklar

+++ 12.20 Uhr: Noch ist unklar, ob die Ursache des Brands ein Signalfeuer oder doch ein Lagerfeuer ist. Die Kripo ermittelt.

+++ 12.10 Uhr: Laut Polizei stehen mindestens 100 Hektar Wald und Wiese in Brand. Fünf Helikopter sind momentan im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen, zwei weitere werden erwartet. Die Löscharbeiten werden wohl einige Tage lang dauern.

Waldbrand am Jochberg: Wanderer aus München gerieten in der Nacht in Bergnot

Nach Angaben der Polizei wollten zwei Münchner das Feuerwerk im Loisachtal von oben aus betrachten. Von der Kesselbergstraße machten sie sich zu Fuß auf Richtung Jochberg. Einer der beiden rutschte auf dem feuchten Untergrund allerdings aus und stürzte etwa 100 Meter in eine Schlucht. Dabei brach er sich glücklicherweise aber nur ein Bein.

Waldbrand am Jochberg: Bilder vom Rettungseinsatz

Sein Begleiter (36) alarmierte die Bergwacht. Um sie auf die Position aufmerksam zu machen, so die ersten Angaben, nutzte er ein Signalfeuer, das außer Kontrolle geriet und einen Flächenbrand auslöste.

An der unzugänglichen Stelle kann nur aus der Luft gelöscht werden.

Gegen 3.40 Uhr wurde der Katastrophenfall ausgerufen. An der schwer zugänglichen Stelle ist das Löschen nur aus der Luft möglich. Hubschrauber sind im Einsatz. 

Waldbrand am Jochberg: B 11 wird gesperrt

Der Verletzte wurde noch in der Nacht von der Bergwacht gerettet. Der 32-Jährige wird derzeit in der Murnauer Unfallklinik behandelt. Er hat sich das Bein gebrochen. Die Bundesstraße 11 (Kesselberg) ist gesperrt. 

Die Polizei rät Wanderern und anderen Bergsportlern dringend von Unternehmungen im Umkreis des Jochberggebietes ab. Das Luftfahrtbundesamt hat über dem betroffenen Gebiet eine Flugverbotszone eingerichtet, um die Löscharbeiten mit den Hubschraubern nicht zu behindern.

(Dieser Text wird laufend aktualisiert.)

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