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Als die Rüttelstreifen eingebaut wurden, hoffte man auf eine Reduzierung der Unfallzahlen. Dieser Effekt ist nicht eingetreten.

Motorradunfälle

Kein Effekt: Rüttelstreifen am Kesselberg werden entfernt

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Satz mit x: Das Staatliche Bauamt Weilheim lässt die Rüttelstreifen am Kesselberg wieder entfernen. Die Streifen hätten mit Blick auf die Zahl der Motorradunfälle nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Kochel am See - Die Entfernung der Rüttelstreifen sei aus Gründen der Verkehrssicherheit notwendig, heißt es in einer Pressemitteilung des Staatlichen Bauamts Weilheim. „Aufgrund der hohen täglichen Verkehrsbelastung und dem intensiven Winterdienst sind die Rüttelstreifen stark abgenutzt und verfügen über keine ausreichende Griffigkeit“, so Abteilungsleiter Martin Herda.

Bereits Anfang Juli 2017 musste daher mit einer  zusätzlichen Beschilderung auf „Schleudergefahr bei Nässe“ hingewiesen werden. Eine erneute Aufbringung der Rüttelstreifen  sei nicht geplant, da seit 2016 das Pilotprojekt „Leitschwellen“ läuft. Diese Fahrbahntrenner, die in einigen Kurvenbereichen stehen, sorgen dafür, dass die Mittellinie nicht überfahren werden kann und sollen generell dafür sorgen, dass weniger riskant gefahren wird. Das brachte durchaus auch Erfolg.  

Die sehr flachen Rüttelstreifen - sie sind 18 Millimeter hoch - dagegen werden als Hindernisse kaum wahrgenommen. „Zusätzlich ist die gewünschte Reduzierung der Unfallzahlen nicht eingetreten“, so das Weilheimer Straßenbauamt. An vier Stellen finden sich die Rüttelstreifen derzeit am Kesselberg: Jeweils am Ein- und Ausgang „der beiden unfallträchtigsten“ Stellen, der Brünnl- und der Aussichtskurve.

Entfernt werden die Streifen nun voraussichtlich zwischen den kommenden Montag, 16. April,  und Freitag, 27. April. Die Bauarbeiten finden unter halbseitiger Sperrung mit Ampelregelung statt. Die Hinweisschilder auf die Rüttelstreifen werden zeitgleich durch die Straßenmeisterei Bad Tölz entfernt. 

Für auftretende Verkehrsbehinderungen bittet das Staatliche Bauamt Weilheim alle betroffenen Verkehrsteilnehmer um Verständnis und um erhöhte Vorsicht im Baustellenbereich. Die Kosten von rund 10 000 Euro werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen.

Auch interessant zu lesen: Die Bilanz der Motorradsaison 2017 am Kesselberg.

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