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Szenenfoto aus dem Theaterstück „Ab in den Container“ mit (v. li.) Peter Heimbeck, Attila Groys (vorne) Lisa Eberl, Hellmuth Schönsteiner, Friedolin Söhl, Benedikta Lautenbacher sowie Malene Heimbeck und Hans Rauch (beide vorne).

Kochler Theaterverein

Keine leichte Kost: „Ab in den Container“

Kochel am See - Der Kochler Theaterverein steckt mitten in den Proben für sein neues Stück. Die Truppe wagt damit ein Experiment.

Es wird ein kleines Experiment. Denn ihr neues Stück, für das die Mitglieder des Kochler Theatervereins derzeit proben, ist keine leicht verdauliche Komödie, die den Zuschauern lediglich einen amüsanten Abend bieten möchte. Vielmehr will das Stück „Ab in den Container“ von Jutta Golitsch Sozialkritik üben und zum Nachdenken anregen.

Für Peter Heimbeck, der seit 1984 bei den Kochler „Theaterern“ aktiv ist, ist die Komödie seine erste große Regiearbeit. Ganz bewusst habe er sich für dieses Stück entschieden. „Ich möchte ein Kontrastprogramm machen zu den typischen bayerischen Komödien“, begründet Heimbeck, der nun als zweiter Regisseur des Vereins neben Friedolin Söhl die Nachfolge von Liesel Brunner angetreten hat. Was Heimbeck an „Ab in den Container“ so gefällt? „Es ist ein sehr zeitgemäßes Stück, das viele aktuelle Themen anspricht.“ Beispielsweise die wachsende Armut in Deutschland, unsere Wegwerfgesellschaft, die Altersdemenz, das Gewinnstreben oder häusliche Gewalt.

Das Stück spielt im Hinterhof eines großen Lebensmittelmarktes. Dort steht ein Container, an dem sich täglich zu Geschäftsschluss um 21 Uhr ein buntes Grüppchen Menschen – Punker, Obdachlose und viele mehr – zu schaffen macht; zum Beispiel, um Lebensmittel zu entsorgen oder um sie wieder aus dem Container zu holen. Dabei kommt es zu einigen brisanten Situationen. „Das Stück soll zum Nachdenken anregen“, wünscht sich Heimbeck. „Aber trotzdem sollen die Zuschauer auch nicht traurig nach Hause gehen“, betont er und verspricht dem Publikum zwei Stunden Heiterkeit, trotz der durchaus ernsthaften Thematik des Stücks. Franziska Seliger

Premiere feiert das Stück „Ab in den Container“ am Samstag, 29. Oktober, um 20 Uhr in der Heimatbühne. Weitere Spieltermine: Sonntag, 13./20. November und 11. Dezember sowie Montag (Zweiter Weihnachtsfeiertag), 26. Dezember, jeweils um 17 Uhr. Außerdem am Donnerstag, 29. Dezember, um 20 Uhr. Erwachsene bezahlen 10 Euro Eintritt. Kinder (bis 14 Jahre) 5 Euro. Der Kartenvorverkauf mit Platzreservierung beginnt am kommenden Donnerstag, 22. September, bei der Tourist-Information Kochel, Telefon: 08851/338.

Franziska Seliger

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