Brand an der Wiesn - Einsatz läuft - Beißender Gestank in der Luft

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Der Kirchelwand-Stellplatz verbirgt sich hinter dem Tunnel. Er wird noch heuer durch eine Schranke abgesperrt. Rechts oben die B 11 und die einzige Zufahrt.

Schranke noch vor dem Winter

Kirchelwand-Stellplätze werden gesperrt

Parkplätze am Walchensee sind Mangelware. Vor allem an sonnigen Wochenenden herrscht der Ausnahmezustand. Nun soll ein bei Wassersportlern beliebter Stellplatz an der Lawinengalerie gesperrt werden.

Walchensee – Seit drei Jahren kommt der ehemalige Kripobeamte Karl Heumann unter der Woche gerne mal an den Walchensee und stellt sein Fahrzeug auf dem, wie er sagt, „Kirchelwand-Parkplatz“ ab. Das ist ein Stück der ehemaligen Straße, die nach dem Bau des Lawinenschutz-Tunnels und der Galerie noch besteht. Der Platz biete den Zugang zu einem der besten Surf-Spots am See. Es sei ein ideales Tauchrevier und ermögliche einen leichten Zugang. Wichtig findet Heumann, „dass wir vorwiegend Einheimische sind. Wir schauen, dass es sauber bleibt und nehmen unseren Müll mit.“ Deshalb herrscht auch bei Heumann und seinen Wassersport-Freunden Unverständnis, als das Gerücht die Runde machte, dass der beliebte Stellplatz für die sechs bis acht Fahrzeuge gesperrt werden soll.

„Das ist tatsächlich so“, bestätigt Martin Herda, der beim Staatlichen Bauamt Weilheim für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zuständig ist. „Vor dem Winter wird eine Schranke errichtet.“ Es habe einen Ortstermin mit Wasserwirtschaftsamt, Bauamt und Gemeinde gegeben, bei dem beschlossen worden sei, dass der Bereich – Herda betont, dass es sich nicht um einen Parkplatz handelt – hinter dem Lawinenschutz-Tunnel geschlossen werden muss. Herda listet drei Gründe auf: Erstens die Gefahr des Steinschlags. „Darum haben wir ja den Tunnel gebaut.“ Zweitens handle es sich um Landschaftsschutzgebiet, das sich über den See bis zur Bundesstraße 11 erstrecke. Schließlich sei die Ein- und Ausfahrsituation über die einzige Ausfahrt „sehr unübersichtlich“.

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Das Argument der Verkehrsicherheit will Heumann so nicht einfach stehen lassen. „Du brauchst beim Ausfahren bloß die Scheibe herunterkurbeln, dann hörst Du, ob jemand kommt. Ich habe da nie einen Unfall erlebt.“

Von einem Unfall weiß auch Hauptkommissar Alois Grünwald von der Tölzer Inspektion nichts. Doch haben Polizeistreifen vor Ort immer wieder gefährliche Situationen registriert. Grünwald weiß zudem zu berichten, dass der über den Kirchelwand-„Parkplatz“ verlaufende Radweg schon vor einigen Jahren eigens abgeplankt werden musste, weil er oft zugeparkt war.

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Was sagt der Kochler Bürgermeister Thomas Holz? Der ist nicht glücklich, dass am sowieso überlasteten Walchensee weitere Stellplätze wegfallen. „Aber wenn die Fachbehörden das empfehlen.“ Um einen richtigen Parkplatz handle es sich ohnehin nicht. „Der Bordstein ist nicht abgesenkt.“ Holz bestätigt auch, dass Anlieger in Urfeld zahlreiche Stellplätze abgesperrt haben. Beispiel „Fischer am See“. Holz hat da freilich Verständnis. Die Kapelle neben den Parkplätzen sei regelmäßig als Toilette missbraucht worden. Dazu komme der Müll, der einfach zurückgelassen wird.

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Für so ein Verhalten hat auch Karl Heumann kein Verständnis. Aber er ist skeptisch, ob der Naherholungsdruck durch die Sperrung des Kirchelwand-Parkplatzes geringer wird. „Die Wassersportler müssen ja trotzdem mit ihrer Ausrüstung irgendwie an den See.“ Wie solle eine Taucher seine schweren Geräte ans Wasser bringen? Und er hält es für fraglich, ob es sicherer sei, „wenn wir rudelweise mit dem Surfbrett über die Straße zu unserem Einstiegsplatz kommen.“

Von Christoph Schnitzer

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