Gefährliche Sprünge von der Loisachbrücke

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Kochel am See – Der Kochler Gemeinderat Jens Müller macht sich Sorgen um Jugendliche, die von der Loisachbrücke ins Wasser springen.

Er habe diesen unfallträchtigen Freizeitspaß in den vergangenen Tagen mehrfach beobachtet, sagte der Rechtsanwalt in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. „Ich schaue da mit einem unguten Gefühl zu.“ Müller wäre auch nicht wohl, wenn seine Kinder dem Vorbild Gleichaltriger folgen würden. Deshalb seine Anfrage: Kann die Gemeinde das nicht unterbinden?

„Nein, das kann sie nicht“, antwortete Bürgermeister Thomas Holz. Die Brücke sei Teil der Staatsstraße, und dafür sei allein das Staatliche Bauamt Weilheim zuständig. Man könne nur an die Eltern appellieren, dass sie ihre Kinder auf die Gefahren aufmerksam machen. Noch besser wäre es, wenn die Erziehungsberechtigten die Kinder ins Trimini schicken würden, wo sie vom Turm springen könnten. „Da ist die Wassertiefe auf alle Fälle ausreichend“, sagte Holz.

Ein weiterer Missstand ist laut Müller an der Loisachinsel gegeben. Dieser Abschnitt werde laufend als Parkplatz missbraucht. Das sei kein schöner Anblick, wenn man in die Ortschaft Kochel hineinfahre. Zudem würde an dem fraglichen Grundstück Abfall hinterlassen. Müller regte an, der Eigentümer solle diesen Abschnitt sperren.

Wenn man dort nicht mehr mit dem Auto an die Loisach fahren kann, dann ist es bald nicht mehr interessant“, sagte Rosemarie Marksteiner. Auch sie würde ein Halteverbot für Fahrzeuge begrüßen.

Gemeinderat Eduard Pfleger wies im Verlauf der Diskussion darauf hin, dass er das Grundstück gepachtet habe. „Er sehe kein Problem, wenn dort geparkt würde. „Ich habe nichts dagegen“, sagte er.

Bürgermeister Holz will dennoch die Anregung aus dem Gemeinderat aufgreifen. „Wir gehen auf den Eigentümer zu und besprechen das mit ihm“, versprach er.  

Rubriklistenbild: © dpa

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