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Baustellenbesuch: Projektleiter Dieter Schimak (li.) erläutert den Mitgliedern der Trimini-Arbeitsgruppe und Bürgermeister Thomas Holz (2. v. li.) den Baufortschritt. 

Rundgang auf der Baustelle

Neues Trimini soll am 30. November öffnen

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Kochel am See –  Noch vor einem Jahr stand es „Spitz auf Knopf“: Die Baustelle war eingestellt, das Trimini geschlossen und ein Ende des „Bäderstreits“ nicht in Sicht. Jetzt geht es mit Riesenschritten in Richtung Eröffnung.

Was auf der Großbaustelle am Kochelsee-Ufer passiert, davon hat sich die Trimini-Arbeitsgruppe des Kochler Gemeinderats noch kurz vor Weihnachten ein Bild gemacht. „Die Baustelle ist ein sehr gutes Stück vorangekommen“, sagte Bürgermeister Thomas Holz nach dem Rundgang. Dank des warmen Wetters konnten die Firmen noch am Vortag des Heiligen Abends arbeiten. Nach einer kurzen Weihnachtspause soll es bereits am 4. Januar 2016 mit Hochdruck weitergehen, kündigte Projektleiter Dieter Schimak beim Baustellenbesuch an. Demnach ist mit der Fertigstellung der Erdgeschoss-Decke ein wichtiger Meilenstein abgeschlossen. „Das ermöglicht uns, nun auch weiterzuarbeiten, wenn das kalte Wetter kommt“, erläuterte Schimak den Mitgliedern der Gemeinderatsarbeitsgruppe. Die noch offenen Seitenwände sollen dann nämlich mit Folie abgehängt werden, sodass das gesamte Geschoss beheizt werden kann.

In seinem Sachstandsbericht in der Gemeinderatssitzung vor einer Woche schwärmte Holz von der „gigantischen Aussicht“ aus dem späteren Obergeschoss. Dort ist unter anderem die „Herzogstand-Sauna“ für 260 Personen geplant. „Die Aussicht über den Kochelsee auf Jochberg, Herzogstand und Heimgarten bis zum Loisach-Kochelsee-Moor ist wirklich einmalig“, sagte der Bürgermeister. Aus diesem Grund sind laut Schimak die Raumhöhen auch größer gewählt worden, um das Panorama über die Glasfronten für die Gäste optimal wirken zu lassen.

Der Rohbau des großen Poolbar-Beckens und der drei Sole- und Tauchbecken im Erdgeschoss ist inzwischen abgeschlossen. Bislang wurden rund 270 Tonnen Eisen für den Stahlbeton verbaut, berichtete der Projektleiter. Der viele Stahl sei notwendig, um das durch das Wasser in den Becken bedingte hohe Gewicht zu tragen.

In seiner Jahresschlusssitzung genehmigte der Gemeinderat zudem etliche Tekturpläne für das Trimini. Einige dieser Umplanungen haben sich laut Holz aus dem laufenden Baubetrieb heraus ergeben, wie geänderte Platzierungen von Toiletten oder Duschen. Eine weitere Änderung ist ein umlaufender Balkon, allerdings ohne Außentreppe, um die Aussicht auf den See nicht zu trüben.

Neu ist auch ein frei stehendes Saunahaus, das oberhalb des neuen Kristall-Trimini seinen Platz finden soll. Der alte Holzbau stammt aus Kärnten, berichtete der Bürgermeister. Das Saunahaus wird in Österreich abgebaut und am Kochelsee neu errichtet.

Bemerkenswert ist laut Holz, dass die umfangreichen Bauarbeiten durchgeführt werden können, ohne den laufenden Badebetrieb zu beeinträchtigen. „Die Gäste können sich in Ruhe entspannen und zusehen, wie nebenan hart gearbeitet wird“, so Holz. Und auch das sei beim Rundgang deutlich geworden: Eine Eröffnung zum vereinbarten Termin am 30. November 2016 sei durchaus im Bereich des Möglichen.“ Holz: „Hoffen wir also das Beste und drücken die Daumen, dass die Baustelle auch weiterhin so reibungslos abläuft.“

Alois Ostler

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