Heftige Explosion in Wohnhaus: Foto zeigt Ausmaß der Katatstrophe - erste Schwerverletzte geborgen

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Malerische Szene hinter der eine gefährliche Situation steckt: Hubschrauberanflug auf verirrte Wanderinnen über Kochelsee.

Sie haben einen Bub dabei

Münchnerinnen verirren sich am Berg - Hubschrauber muss sie retten

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Im steilen Felsgelände hingen drei Wandererinnen und ein Bub verirrten sich am Sonnenspitz. Die Kochler Bergwacht brauchte Unterstützung aus der Luft.

Kochel am See - Drei 19 beziehungsweise 20 Jahre alte Frauen und ein 13-jähriger Bub aus München waren am Freitag beim Wandern am Sonnenspitz. Etwa 80 Höhenmeter unterhalb des Gipfels ging es für das laut Bergwacht eigentlich gut ausgerüstete Quartett im brüchigen und steilen Felsgelände nicht mehr weiter. Gegen 15.15 Uhr wählten die Wanderer den Notruf. „Die frühzeitige Alarmierung war richtig, um eine weitere Gefährdung zu vermeiden“, so der Kochler Bergwacht-Bereitschaftsleiter Toni Geiger.

Mittels Handy-Ortung stellten die Retter der Bergwacht den genauen Standort der Gruppe fest. Dann machten sich zwei Teams vom Tal aus auf zum Einsatzort - erst mit dem Auto, dann zu Fuß. Als erster traf allerdings ein Bergwacht-Retter ein, der zufälligerweise privat bei einer Tour auf dem Nachbargipfel unterwegs war.

Bei der Einschätzung der Lage wurde klar, dass eine sichere Rettung der Wanderer nur aus der Luft möglich ist. Also alarmierte die Bergwacht den Rettungshubschrauber Christoph 1 aus München. Der nahm in Kochel noch einen weiteren Retter auf, bevor er zur Einsatzstelle flog. Dort wurden die Verstiegenen mittels Winde in den Hubschrauber gezogen und ins Tal gebracht. 

Fast zeitgleich läuft zweiter Einsatz

Die Kochler Bergwacht musste an den vergangenen Wochenenden bereits mehrfach verstiegene Wanderer retten. Zwei waren beispielsweise im Bereich der Herzogstandbahn-Trasse im Absturzgelände unterwegs. Drei Personen kamen im Absturzgelände im Heimgartenbereich aufgrund der Restschneemengen nicht mehr weiter. Zum Teil seien Wanderer aufgrund von Handy-Apps mit diffusen Wegbeschreibungen in wenig zugänglichen Bereichen unterwegs. Die Bergwacht bittet dringend darum, auf geeignete Ausrüstung zu achten und Tourentipps vom Alpenverein zu beherzigen. 

Fast zeitgleich musste die Bergwacht am Freitag übrigens noch zu einem bei Brunnenbach im Loisach-Kochelsee-Moor gestürzten Radfahrer ausrücken. Der 54-jährige Patient wurde mit einer schweren Armverletzung aus einem Graben geholt. Gemeinsam mit einer zufällig anwesenden Notärztin übernahmen die vier Bergwacht-Einsatzkräfte die Erstversorgung, bevor der Rettungswagen aus Kochel eintraf. Wenig später wurde der Radler vom Hubschrauber Christoph Murnau in die Unfallklinik geflogen.

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