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Postauto statt Postfiliale: Vergangene Woche blieb die Kochler Filiale urlaubsbedingt geschlossen. 

Filiale

Kochler sind sauer auf die Post

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Kochel am See – Fahrende Filiale: Urlaubsbedingt blieb die Kochler Post jüngst geschlossen. Ein Postauto kam dafür am Vormittag. Darüber schimpfte nun der Gemeinderat.

Die urlaubsbedingte Schließung der Kochler Postfiliale muss eine Ausnahme bleiben. „Sollte das noch einmal vorkommen, dann werde ich sofort alle Hebel in Bewegung setzen, dass das abgestellt wird“, kündigte Bürgermeister Thomas Holz (CSU) am Dienstag in der Gemeinderatssitzung an. Er habe vergangene Woche bereits dem zuständigen Ansprechpartner bei der Post reinen Wein eingeschenkt. „Das kann kein Dauerzustand werden“, schimpfte Holz. Die Post habe schließlich einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Das müsse auch dann möglich sein, wenn ein Mitarbeiter im Urlaub sei.

Wie berichtet blieb vergangene Woche die Filiale an der Bahnhofstraße geschlossen. Für die „postalischen Angelegenheiten“ stand den Kunden täglich von 11 bis 12 Uhr ein vor dem Gebäude geparktes Postauto zur Verfügung. Darüber ärgerte sich auch Jens Müller (UWG). Kunden, deren Post nicht zugestellt werden konnte, mussten sich ihre Briefe in Benediktbeuern abholen. „Das ist das Allerletzte“, beklagte Müller. Verärgert über die Filialschließung war auch Monika Hoffmann-Sailer. Die SPD-Gemeinderätin sagte in der Sitzung am Dienstag: „Ich habe gedacht, ich krieg mich nicht mehr ein.“ Es müsse ihrer Meinung nach doch möglich sein, für den einwöchigen Urlaub eines Postangestellten eine Ersatzkraft zu organisieren. Um so dankbarer sei sie für das entschlossene Nachhaken des Bürgermeisters. „Dafür möchte ich Ihnen wirklich danken“, sagte Hoffmann-Sailer am Ende der Sitzung zum Bürgermeister.

Der wiederum verband den Nachtarock mit einem Appell an die örtliche Geschäftswelt. Die Post suche händeringend nach einem Vertragspartner für eine Agentur. Laut Holz wäre es zu begrüßen, wenn ein örtlicher Geschäftsmann dieses Zusatzgeschäft übernehmen würde. Damit wären wieder kundenfreundliche, ganztägige Öffnungszeiten möglich, so der Bürgermeister. Allerdings müsste die Deutsche Post dafür ihre Bedingungen nachbessern. „Vielleicht können die Zuständigen in diesem Bereich etwas nachgeben.“ Der Rathauschef erinnerte daran, dass die Post vor geraumer Zeit schon mal mit einem Partnerbetrieb in Kochel zusammengearbeitet habe. Holz ist sich allerdings sicher, dass dieses Vertragsverhältnis nicht ohne triftigen Grund beendet wurde.

Die Post hatte in den vergangenen Jahren verschiedene Partner in Kochel. Die Zusammenarbeit wurde dem Vernehmen nach wohl immer wieder deshalb beendet, weil die Verdienstspanne des Vertragsnehmers zu gering war.

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