„Land unter“ - Gewitterfront rollt über Deutschland - Autofahrerin muss aus Geröllmassen gerettet werden

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Die neue Führungsmannschaft der Kochler SPD (v. li.): Bernhard Schülein, Monika Hoffmann-Sailer, Klaus Barthel, Sebastian Salvamoser, Ruth Malzkorn und Günter Tochtermann. Nicht im Bild ist Angelica Dullinger.

Hauptversammlung

Kochler SPD will sich bei „Ausbremst“-Demo engagieren

  • vonEwald Scheitterer
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Die Ausflugs-Probleme am Walchensee waren eines der Themen bei der Hauptversammlung der Kochler SPD.

Kochel am See Spannend wurde es in der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Kochel eigentlich erst zum Ende der Veranstaltung, als die beiden Walchenseer Gemeinderäte der Freien Wähler Frank Sommerschuh und Reinhard Dollrieß ihren Auftritt hatten. Demos und jüngste Erfolge gegen den überbordenden Ausflugsverkehr am Walchensee und in Kochel und künftige Aktionen waren da das Thema.

„Die Demo in Walchensee war der Urknall“, bestätigte Klaus Barthel, der einzige SPD-Vertreter im Kochler Rat: „Jetzt ist alles Mögliche in Gang gekommen.“ Er konstatierte: „Wir wollen den Tourismus, aber der muss in vernünftige Bahnen gelenkt werden.“ Dazu sollten andere Formen der Mobilität und des Freizeitverhaltens entwickelt werden. Als großen Erfolg wertete er zunächst, dass der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Pläne für einen zusätzlichen Großparkplatz auf einer Wiese in Walchensee gekippt hat: „Ich hatte mir ursprünglich nicht vorstellen können, dass das der Gemeinderat noch ablehnt.“ Somit kam Barthel zu dem Schluss, dass Bürgerinitiativen wie die Demo am Walchensee und die Unterschriften-Sammlung gegen den Parkplatz „durchaus etwas bewirken können und letztlich den Gemeinderat zum Umdenken gebracht haben“. Es mache Sinn, sich zu engagieren, so Barthel.

Alternativen zur Situation: Ausbau von Radwegen und ÖPNV

Alle drei Räte stellten einmütig fest, dass es nicht zielführend sei, etwas zu verbieten, „wir müssen vielmehr Alternativen aufzeigen“. „So geht’s jedenfalls nicht weiter“, betonte Sommerschuh und erklärte: „Die geplante Demo-Tour unter dem Motto Ausbremst is, soll zeigen, dass das Oberland zusammenhält.“ Die Demo-Tour für eine Verkehrswende im Oberland ist nach dem Auftakt am Samstag in Wallgau in folgenden weiteren Orten geplant: Grainau (6. August), Kochel (22. August), Murnau (5. September) und Garmisch-Partenkirchen (12. September). Die Teilnehmer der SPD-Versammlung sprachen sich einstimmig dafür aus, sich für die Kochler Demo auch offiziell als Veranstalter zu engagieren.

Mögliche Alternativen zur derzeitigen Situation sei der Ausbau und Förderung von Radwegen und öffentlichem Nahverkehr (ÖPNV), von klimafreundlichen Verkehrsmitteln und vor allem ein nachhaltiges Parkplatz-Management. Letzteres möglicherweise mit weiträumigen Hinweisschildern an den Zubringer-Straßen und -Autobahnen, die aufzeigen, wenn alle vorhandenen Parkmöglichkeiten besetzt sind.

Eine weitere Möglichkeit zur Entlastung des Walchensee-Ufers brachte dann auch noch Dollrieß ins Spiel. Er schlug vor, „das Kochelsee-Ufer auszubauen und für den Tourismus attraktiver zu machen.“

Sebastian Salvamoser sagte nach seinem Amtsantritt: „Die Demo in Kochel ist unsere erste große Aufgabe, die vor uns steht – packen wir’s an.“

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