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Rundgang im Dorst Technologiezentrum: Die Gäste aus China lassen sich die neuesten Spezialpressen des Kochler Unternehmens erklären.

Kochler Technik begeistert Gäste aus China

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Hoher Besuch bei „Dorst Technologies“: Gäste aus China zeigten nun großes Interesse an den Produkten der Kochler Firma.

Kochel am See – China zu Besuch am Kochelsee: Führende Fachleute aus dem Reich der Mitte und Vertreter der weltgrößten Hersteller von Schneidkeramik haben „Dorst Technologies“ besucht und sich zwei Tage lang über die neuesten Entwicklungen moderner Pressentechnologien informiert. Die Gäste aus China verbinden den Besuch bei dem Kochler Unternehmen mit einem Abstecher nach Hannover, wo am Montag die EMO eröffnet wurde. Diese Werkzeugmaschinen-Weltausstellung gilt als die weltweit größte Messe für Metallbearbeitung.

„Es geht bei der Herstellung von Schneidkeramik immer um höchste Präzision im Bereich von eintausendstel Millimetern“, sagt Hubert Löcherer, der Aufsichtsratsvorsitzende von Dorst. „Man sieht es den Produkten, die kaum größer sind als eine Ein-Cent-Münze, nicht an, welcher Aufwand erforderlich ist, um den hohen Ansprüchen gerecht zu werden.“

EP 16 Ultra Digital heißt eine der neuesten Dorst-Pressen, die mit einem Druck von 16 Tonnen pulverförmige Rohmaterialien zu Höchstpräzisionsprodukten formt. „China ist im Prinzip ein riesiger Markt für unsere Fertigungssysteme“, sagt Löcherer. Er schränkt aber auch ein, dass das Geschäft mit China aufgrund des laufenden Wirtschafts- und Zollkrieges mit den USA seit einigen Monaten fast ganz zum Stillstand gekommen ist.

„Unser Tochterunternehmen Dorst Shanghai ist weiterhin hoch aktiv, aber das sind momentan in die Zukunft gerichtete Anstrengungen, bis sich das China-Geschäft hoffentlich wieder normalisiert“, so Löcherer. Er wünscht sich, dass die weltwirtschaftlichen Querelen und Einbrüche die Geschäfte des deutschen Maschinenbaus, und damit auch die von Dorst in Kochel, nicht so nachhaltig belasten, dass nach fast zehn Boom-Jahren wieder Arbeitsplätze in Gefahr sind. „Immerhin ist es ein Lichtblick, dass das Interesse der Chinesen an Dorst-Produkten weiterhin enorm ist“, freut sich Löcherer. Die chinesischen Besucher, die in den vergangenen Tagen Kochel besucht haben, waren jedenfalls beeindruckt von den Vorführungen im Dorst Technologiezentrum.

„Dorst Technologies“ ist ein weltweit anerkannter Spezialist für Pressen zur Herstellung von Hochleistungskeramik. Das sind High-Tech-Produkte, zum Beispiel aus Aluminiumoxid, Titancarbid, Siliziumnitrit oder auch aus Mischungen von Metallen mit keramischen Komponenten. Gebraucht werden diese Produkte laut Löcherer überall dort, wo es um große Härte und Verschleißfestigkeit geht, zum Beispiel für Bohr- und Fräswerkzeuge.

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