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Das ehemalige Verstärkeramt an der Bahnhofstraße in Kochel soll abgerissen werden. In einem etwas versetzten Neubau will die Gemeinde ihren Bauhof mit Sozial- und Büroräumen unterbringen.

Große Baumaßnahme steht bevor

Kochler Verstärkeramt weicht für Bauhof und 16 Wohnungen 

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Der nördliche Ortseingang von Kochel erhält in absehbarer Zeit ein neues Gesicht. Auf dem Gelände des ehemaligen Verstärkeramts entstehen unter anderem der neue Bauhof und Mietwohnungen. Am Dienstag hat der Gemeinderat die Weichen gestellt.

Kochel am See – Thomas Holz hat große Pläne mit dem Gelände, auf dem die beiden markanten gelben Altbauten stehen. In der jüngsten Gemeinderatsitzung stellte der Bürgermeister den Entwurf für den Bebauungsplan ehemaliges Verstärkeramt vor. Diese Überplanung des 5000 Quadratmeter großen Grundstücks ermöglicht die Entwicklung des Areals, das seit Mitte 2017 komplett der Gemeinde gehört.

Kochel will hier vor allem zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Gemeinde steigt in den kommunalen Wohnungsbau ein und sie schafft endlich Platz für ihren Bauhof. Der sollte eigentlich am jetzigen Standort an der Triministraße erweitert werden. Doch ein Bodengutachten hatte bereits vor geraumer Zeit diese Pläne zunichte gemacht. „Der Untergrund ist dort so schlecht, dass die Gründung wahrscheinlich doppelt so teuer geworden wäre wie das eigentliche Gebäude“, hatte Holz bereits vor Kurzem in der Bürgerversammlung gesagt. Der Bauhof soll nun in einem Neubau Platz finden, der anstelle des unmittelbar an die Bahnhofstraße angrenzenden Verstärkeramts-Gebäudes errichtet wird. 

16 Wohnungen zwischen 47 und 86 Quadratmetern

Neben Garagen und Werkstätten sowie Büro- und Sozialräumen sind laut Holz auch Räume denkbar, die von Vereinen genutzt werden. In den drei Obergeschossen sollen nach den derzeitigen Plänen insgesamt 16 Wohnungen in einer Größe von 47 bis 86 Quadratmetern entstehen. „Da ist sowohl etwas für junge Familien wie auch für ältere Paare dabei“, sagte Holz. Alle Wohnungen sind nach Westen ausgerichtet, um die Bewohner vor Einflüssen aus dem Bauhof zu schützen. Das sei Teil des passiven Lärmschutzes. Der wiederum sei ein Ausfluss aus dem Immissionsschutzgutachtens, das das Rathaus beim TÜV in Auftrag gegeben hat. Die Gemeinde will so „Wechselbeziehungen“ mit der benachbarten Hofstelle ausschließen. Für den dortigen Landwirt dürfe es keine Einschränkungen geben. Das sei gerade in diesen Zeiten wichtig, da vielerorts „Kuhglocken und Gülle als störend empfunden werden“. Holz will deshalb das Immissionsschutzgutachten allen späteren Bewohnern zusammen mit dem Mietvertrag in die Hand drücken.

Über Kosten für die Gesamtmaßnahme könne noch nicht gesprochen werden, sagte Holz. Dazu seien die notwendigen Fachplaner beauftragt. Die Gemeinde habe aber bereits die Genehmigung des vorzeitigen Baubeginns der Regierung von Oberbayern für eine entsprechende Förderung. Kochel bekommt demnach für den Grundstückskauf, den Abriss und die Wohnungsbaumaßnahmen 30 Prozent Förderung und 60 Prozent zinsverbilligtes Darlehen. Holz: „Insgesamt ein sehr attraktives Programm.“

Als ersten Schritt hat der Gemeinderat am Dienstag die Aufstellung des Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren beschlossen.

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