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Carmen König-Rothemund kämpft um den Fortbestand der Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel. 

Aufruf von Carmen König-Rothemund im Internet

Die „Königin“ kämpft um den Aspenstein: Neue Fördermitglieder gesucht

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Wer nicht kämpft, hat schon verloren:  Unter dieser Überschrift steht ein leidenschaftlicher Aufruf von Carmen König-Rothemund. Die Vorsitzende der Georg-von-Vollmar-Akademie kämpft für den Erhalt der Bildungsstätte am Kochler Aspenstein.

Kochel am See – Der Bildungsstätte hoch über dem Kochelsee droht aufgrund fehlender Fördergelder die Schließung. Diese Entwicklung zeichnet sich seit November vergangenen Jahres ab(wir haben berichtet). „Eine Nachricht, die uns alle sehr betroffen gemacht hat“, schreibt die Akademie-Vorsitzende in einem aktuellen Rundbrief, den sie unter anderem auch auf Facebook veröffentlicht hat. „Wir möchten nichts unversucht lassen, damit unsere Bildungsstätte weiter in Kochel betrieben werden kann“, so König-Rothemund. „Es fehlen uns künftig jährlich rund 300 000 Euro, die wir nur über Spenden kompensieren können. Die Summe mag zunächst hoch klingen, doch wenn sich 3000 Menschen fänden, die sich als Fördermitglieder zu einer jährlichen Zahlung von 100 Euro bereit erklären, dann wäre unsere Bildungsstätte am Aspenstein bereits gerettet.

Der Appell zeigt Wirkung: „Wir haben schon 25 000 Euro erhalten und das nach nur wenigen Tagen“, sagt König-Rothemund auf Nachfrage unserer Zeitung.

Zur Erinnerung: Schon einmal war dieses Modell erfolgreich, als der SPD-Landesparteitag 1949 per Beschluss von jedem bayerischen Parteimitglied das „Kochel-Zehnerl“ verlangte. Die Akademievorsitzende nimmt in ihrem Aufruf Bezug auf diese Zeit: „Lasst uns auch jetzt wieder ein Zeichen der Solidarität setzen und Hand in Hand für die Zukunft unserer Bildungsstätte kämpfen.“ Gebt diesen Aufruf an Freunde und Bekannte weiter, so ihre Bitte. „Ich will nichts unversucht lassen“, sagt König-Rothemund, denn in den vergangen zehn Jahren habe sie viel Herzblut in den Aspenstein investiert.

Die Akademievorsitzende hofft in diesen Tagen auf die Unterstützung der bayerischen Sozialdemokraten. „Ich bin beeindruckt vom Einsatz der Bayern SPD“, sagt sie. Das beruht offenbar auf Gegenseitigkeit. Beim Landesparteitag in Bad Windsheim gab es am vergangenen Wochenende stehende Ovationen und minutenlangen Beifall für die „Königin“, heißt es in einem Facebook-Beitrag der Akademie. Carmen König-Rothemund wurde für ihre langjährigen Verdienste mit der Georg-von-Vollmar-Medaille geehrt. Die Medaille gilt als höchste Auszeichnung der Landespartei, die damit das Lebenswerk für soziale Dienste von besonders verdienten Mitgliedern würdigt.

Gespannt ist Carmen König-Rothemund auf einen ersten Zwischenbericht von Klaus Barthel. Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete aus Kochel ist beauftragt, bis Mitte Februar die Zukunftsaussichten des Bildungsbetriebs am Kochler Aspenstein zu beleuchten. Für ihn vermutlich eine Herzensangelegenheit, denn sein Vater war selbst Akademiedirektor.

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Demnächst erwartet König-Rothemund auch das Gutachten, das sie bei einem Sachverständigen in Auftrag gegeben hat. Die umfassende Bewertung der Immobilie könnte die Grundlage für eine Vermietung des Areals sein.

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