Rosi MarksteinerGemeinderätin

Nach der Trennung von der SPD

Kommunalwahl 2020: Rosi Marksteiner gründet weitere Liste in Kochel

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Nach dem Paukenschlag in der Kochler Kommunalpolitik geht Rosi Marksteiner nun eigene Wege: Die Jugend- und Familienreferentin gründet am 14. Januar eine eigene Liste.

Kochel am See – Es war in der Sitzung vor Weihnachten, als Rosi Marksteiner im Gemeinderat bekannt gab, sich von der örtlichen SPD zu trennen, weil diese ihr bei der anstehenden Kommunalwahl keinen Platz auf der Liste geben werde. Wie berichtet, war es zu einem inhaltlichen Zerwürfnis gekommen. Marksteiner, die seit 2014 als Parteifreie auf der SPD-Liste im Gemeinderat sitzt, hatte vor sechs Jahren mit die meisten Stimmen von den Wählern bekommen und war das Zugpferd der örtlichen Sozialdemokraten. Marksteiners Vater Hubert Stiegler war viele Jahre lang Vorsitzender des SPD-Ortsverbands.

Nach der Gemeinderatssitzung habe sie von anderen Listen Angebote bekommen, bei ihnen zu kandidieren, berichtet Marksteiner. „Ich habe mir das lange überlegt und mit vielen Leuten gesprochen.“ Dabei habe sie große Ermutigung bekommen, weiterzumachen. Letztlich sei es für sie jedoch die konsequenteste Entscheidung, eine eigene Liste zu gründen.

Das wird nun am 14. Januar um 20 Uhr im Gasthof Post geschehen. Die erforderlichen sechs Mitstreiter hat Marksteiner bereits. Sie ist zuversichtlich, dass sich nach den Weihnachtsferien noch weitere Interessenten zum Mitmachen bereit erklären. Namen möchte sie noch nicht nennen. Es seien aber keine amtierenden Gemeinderäte. „Ich bin nicht hausieren gegangen“, sagt Marksteiner. Es seien Personen, die sich auch schon in den vergangenen Jahren für kommunale Arbeit interessiert hätten und auf anderen Listen präsent waren. Wenn man nicht die Maximal-Zahl von 16 Kandidaten erreiche, besetze man einige Plätze mehrfach. Wie die Liste heißt, steht noch nicht fest. „Daran arbeiten wir gerade“, sagt Marksteiner.

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Die 53-Jährige hat Gefallen an der Gemeinderatsarbeit und möchte gerne weitermachen. Politisch sieht sie sich „in der Mitte zu Hause“. Sie arbeite gerne an den vielen kommunalpolitischen Themen und möchte sich insbesondere für Jugend, Familie und den Umweltschutz einsetzen, umreißt die Mutter von zwei Söhnen ihre Ziele. Marksteiner ist Vorsitzende des Kochler Kinder- und Jugendfördervereins und würde sich wünschen, dass 2020 mehr Frauen in den Gemeinderat kommen.

In Kochel gibt es derzeit sieben Listen. Eines der Zerwürfnisse mit der SPD war, dass Marksteiner sich für eine Einheitsliste fürs Dorf stark gemacht hatte. „Das finde ich nach wie vor gut.“ Ob es 2026 wieder ein Thema wird? „Wer weiß“, sagt die Kochlerin. „Man muss schauen, was sich bis dahin in der Kommunalpolitik entwickelt.“ Sie habe es in den vergangenen Jahren geschätzt, dass man parteiübergreifend zusammenarbeitete.

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