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Hier könnte man schon baden: Ganz fertig ist das neue Kristall-Trimini aber erst im März.

Kristall-Trimini in Kochel eröffnet im März

Endspurt in einer der "schönsten Thermen Europas"

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Kochel am See - Es hat sich abgezeichnet: Der für 30. November 2016 geplante Trimini-Eröffnungstermin war nicht einzuhalten. Die neue Therme soll nun in der zweiten Märzhälfte 2017 in Betrieb gehen.

Auch wer in den Bergen daheim ist und die Schönheit der Natur zu schätzen weiß: Der Ausblick vom neuen Kristall-Trimini auf den Kochelsee und das Herzogstandmassiv lässt einen den Atem anhalten – erst recht an einem sonnigen Spätherbsttag. Die Schar Journalisten, die am  Mittwoch die Großbaustelle gezeigt bekam, stimmte deshalb Günther Beckstein zu: „Das wird eine der schönsten Thermen Europas.“

Das hatte der frühere bayerische Ministerpräsident und neue Aufsichtsratsvorsitzende der Kristallbäder AG bereits beim Richtfest im April dieses Jahres versprochen. Damals waren alle Verantwortlichen davon ausgegangen, dass das neue Trimini am 30. November eröffnet.

In einigen Becken der Saunalandschaft und in der großen Poolbar ist das Wasser bereits eingelassen, die Umwälzpumpen laufen. Da könnte man schon baden. „Aber das wäre nur eine halbe Sache“, sagte Kristall-Trimini-Geschäftsführer Gerd Bittermann nach dem Presserundgang. Deshalb habe sich der Kristallbäder-Konzern mit der Gemeinde auf einen neuen Termin verständigt.

Beim Rundgang über das Gelände (v.li.): Kristall-Trimini-Geschäftsführer Gerd Bittermann, Bürgermeister Thomas Holz und der Aufsichtsratsvorsitzende der Kristallbäder AG, Günther Beckstein.

Der Kochler Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend der Verschiebung einstimmig zugestimmt, berichtete Bürgermeister Thomas Holz. Das sei laut Vertrag zu dem sogenannten PPP-Projekt auch zulässig. Die Trimini-Erweiterung, die in öffentlich-privater Partnerschaft gestemmt wird, sollte ursprünglich 12, dann 15 Millionen Euro teuer werden. Nach derzeitigem Stand belaufen sich die Gesamtkosten auf über 20 Millionen Euro. „Wenn so viel mehr verbaut wird, dann dauert das halt auch länger“, so Holz.

Und das sind die Vergrößerungen gegenüber der Planung von 2011 im Einzelnen: Die Gebäudeflächen betragen 9100 Quadratmeter statt 6620. Die Nutzflächen sind von 4800 auf 7200 Quadratmeter gestiegen, und die Wasserflächen machen jetzt 1600 statt der geplanten 1500 Quadratmeter aus. „Wir haben die vorhandene Fläche maximal ausgenutzt“, so Bittermann.

Das Kristall-Trimini will vor allem mit einer fast 400 Quadratmeter großen Saunalandschaft punkten. Insgesamt sieben Schwitzkästen warten auf die Besucher – vom original türkischen Hamam bis zur Megasauna für 300 Personen. Beste Aussicht haben die Besucher in einem alten Kärntner Bauernhaus, das neben dem Trimini als Außensauna aufgebaut wurde. Die neue Therme wird nach Einschätzung von Günther Beckstein von ihrer idealen Verkehrsanbindung zwischen München und Garmisch-Partenkirchen profitieren: „Wir rechnen mit bis zu 300 000 Besuchern jährlich.“

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