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Beim Richtfest auf der künftigen Trimini-Sonnenterrasse (v.li.): Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber, Kochels Bürgermeister Thomas Holz, die Kristall-Trimini-Geschäftsführer Gerd Bittermann und Petra Jacob, Kristallbäder-Aufsichtsratsvorsitzender Heinz Steinhart und Aufsichtsratsmitglied Günther Beckstein.

Kristall-Trimini Kochel

Richtfest für „Europas schönste Therme“

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Kochel am See - Alle strahlten um die Wette – sogar der weißblaue Himmel. Beim Richtfest für das neue Kochler Kristall-Trimini war am Freitag gute Laune und viel Zuversicht angesagt. „Das wird die schönste Therme Europas“, versprach Ex-Ministerpräsident Günther Beckstein den Gästen.

Ins Schwärmen kamen an diesem sonnigen Frühlingstag nicht nur die Festredner, sondern auch die vielen Besucher. Brotzeit, Bier und Blasmusik – für rund 500 Gäste waren die Tische rund um das künftige Poolbar-Becken gedeckt, und nur wenige Plätze blieben leer. 

Das Interesse an der außergewöhnlichen Baustelle ist riesengroß. „Wenn im Juni 2015 jemand gesagt hätte, dass wir an diesem 22. April Richtfest feiern, dann hätte man ihn in die Psychiatrie eingewiesen.“ Günther Beckstein erinnerte an die „schlimmen Monate“ im vergangenen Jahr. Damals hatten sich Gemeinde und Investor erst nach langem Streit wieder zusammengerauft.

 Der ehemalige Ministerpräsident war zu der Zeit „mehr oder weniger zufällig in den Aufsichtsrat der Kristallbäder AG gerutscht“, sagte er am Rande des Richtfests. Der 72-Jährige setzte sich mit Nachdruck als Vermittler ein. „Ihm haben wir es zu verdanken, dass wir diese schwierige Phase gepackt haben“, sagte Thomas Holz. Der Kochler Bürgermeister würdigte am Freitag das große Vertrauensverhältnis, das sich im Laufe der Zeit aufgebaut habe. Nur so sei mit der Fertigstellung des Rohbaus das erste Etappenziel zu verwirklichen gewesen. „Der Herr Holz war nämlich ein hartnäckiger Verhandlungspartner, der viel für die Gemeinde herausgeholt hat“, sagte Beckstein. Die neue Therme wird nach Überzeugung des Bürgermeisters eine „immense Strahlkraft im Tölzer Land bekommen und ein Leuchtturm für ganz Oberbayern werden“.

Vor zwölf Jahren hatte der damalige Kristallbäder-Vorstandsvorsitzende Heinz Steinhart zum ersten Mal in Kochel angeklopft. „Da hat man mir gesagt, die Gemeinde will das selber machen“, so Steinhart am Freitag. Mittlerweile ist er Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens. Er sieht seinen Lebenstraum verwirklicht: eine Gesundheits-Oase an einem der schönsten Standorte in ganz Deutschland.

Nach dem Richtspruch von Zimmerermeister Franz Eder aus Bad Feilnbach und nachdem der Kran die mächtige Richtkrone über das Dach gehoben hatte, erklärte Steinhart die Besonderheiten der Kochler Therme: Die Mega-Sauna für 400 Besucher und die weiteren Dampfbäder, die verschiedenen Becken mit Sole-, Natron- und Radon-Wasser. 20 Tonnen Edelsteine hat Steinhart bestellt – zur Ausschmückung der Therme. Bereits vor zehn Jahren hat er ein kleines, altes Bauernhaus in Kärnten gekauft. Es wird demnächst als Außensauna aufgebaut. Im Untergeschoss zeigt derweil Geschäftsführer Gerd Bittermann den Gästen die Technik- und Umkleideräume mit Platz für gut 1700 Schränke. 

15 Millionen Euro kostet die Erweiterung, die in öffentlich-privater Partnerschaft gestemmt wird. Gemeinde, Investor und Freistaat schultern die Kosten. Vereinbarungsgemäß soll die Eröffnung Ende November 2016 über die Bühne gehen. Wenn die demnächst 65 Handwerker weiter so anpacken, dann dürfte mit der Fertigstellung aber schon im Sommer zu rechnen sein. „Das ist eine sehr sportliche Baustelle“, sagte Projektleiter Dieter Schimak. „Bei diesen Arbeitern sitzt jeder Handgriff.“

Richtfest am Kristall-Trimini in Kochel am See

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