BNS fordert mehr Verbote wegen Besucheransturm auf Walchensee, Loisachkochelsee-Moore und Co. 
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BNS fordert mehr Verbote wegen Besucheransturm auf Walchensee, Loisachkochelsee-Moore und Co. 

Besucheransturm 

Krönauer-Brandbrief: „Natur hat das Nachsehen“

  • Alois Ostler
    vonAlois Ostler
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In einem „Brandbrief“ geißelt Friedl Krönauer die „besorgniserregende Entwicklung des Besucheransturms auf unsere Region“. Der Bund-Naturschutz-Kreisvorsitzende befürchtet, dass die „Natur das Nachsehen hat“.

Kochel am See/Schlehdorf – In einem fünfseitigen Schreiben, das mit dem Kreisgruppen-Vorstand abgestimmt ist, fordert Krönauer: „Die Probleme müssen benannt werden, und es dürfen bei der Suche nach Auswegen keine Denkverbote herrschen.“

Friedl KrönauerKreisvorsitzenderBund Naturschutz

Seit Wochen kommen die Ausflugsziele in der bayerischen Alpen nicht mehr aus den Schlagzeilen, hat Krönauer festgestellt. Als Einheimischer nehme man oft nicht wahr, „wie sich Änderungen in den vertrauten Gebieten einstellen“. Zu oft sei man hier unterwegs, „und diese Prozesse verlaufen ja meist in kleinen Schritten“. Der Ansturm auf die Naturräume habe mittlerweile besorgniserregende Ausmaße angenommen. Ein Ende dieser Entwicklung sei nicht abzusehen.

„besorgniserregendes Ausmaß“

In der aktuellen Diskussion über die Verkehrsbelastungen und die negativen Entwicklungen am Walchensee kommen laut Krönauer die sichtbaren Auswirkungen der Überbeanspruchung der Naturräume zu kurz. Die Region zeichnete sich bisher gerade wegen der weitestgehend intakten Natur- und Kulturlandschaft aus. „Doch ohne entschiedenes Handeln setzen wir deren Fortbestand, aber auch mittel- und langfristig unsere touristische Attraktivität aufs Spiel.“ Nach Überzeugung des BN-Kreisvorsitzenden gäbe es genügend Instrumente, „einerseits den Fortbestand sensibler Naturräume zu erhalten und auf der anderen Seite Erholungssuchenden Naturerlebnisse zu ermöglichen“. Dies könne aber nur mit festem Willen und der notwendigen Entschlossenheit gelingen. Der Bund Naturschutz sei gerne bereit, „hier aktiv mitzuwirken“.

außergewöhnlicher Besucherdruck unter anderem durch Corona-Reisewarnung 

Einer der Hauptgründe für den derzeit außergewöhnlich starken Besucherdruck auf die bayerischen Alpen ist laut Krönauer die vorübergehend verhaltenen Reisetätigkeit aufgrund der Warnungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Andererseits lasse sich schon seit einigen Jahren eine „steigende Popularität der sich im Umgriff der Metropolregion München befindenden Landschaften feststellen“. Die jahrelangen aufwendigen Investitionen in touristische Publikationen zeitigen nun ihren Erfolg, kritisiert Krönauer.

Bund Natur Schutz will mehr Verbote in verschiedenen Bereichen 

In dem Brandbrief benennt der Bund Naturschutz die Brennpunkte. Dazu zählen das Canyoning in der Heckenbachklamm, die Wege und Steige auf den Bergen, die Mountainbike-Trails, die Kletterfelsen, die Loisach-Kochelseemoore unddie Brennpunkte Kochel- und Walchensee. Der Bund Naturschutz fordert mehr Verbote in verschiedenen Bereichen. Den Plänen für mehr Parkplätze rund um den Walchensee erteilt der BN eine klare Absage. Krönauer: „Der See mit seiner Umgebung hat kein Defizit an Parkplätzen, es mangelt ihm schlichtweg an autofreien Bereichen, die einzig der Erholung dienen.“ 

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