Am Info-Zentrum im Walchenseekraftwerk sollen künftig Konzerte durchgeführt werden. Das Bild entstand bei einer früheren Veranstaltung.
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Am Info-Zentrum im Walchenseekraftwerk sollen künftig Konzerte durchgeführt werden. Das Bild entstand bei einer früheren Veranstaltung.

KKK holt Künstler

Kultur-Reihe am Walchenseekraftwerk: „Musiksommer“ für Kochel

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Der „Musiksommer am Walchenseekraftwerk“ soll Kochel um ein kulturelles Angebot bereichern. Der Konzern Uniper arbeitet mit Sabine und Stefan Pfister vom KKK in Lenggries zusammen.

Kochel am See – Das Info-Zentrum am Walchenseekraftwerk in Kochel wird künftig Austragungsort von Konzerten sein. Der Energiekonzern Uniper wird in Zusammenarbeit mit dem Veranstalter-Ehepaar Pfister aus Lenggries ab Mitte Juli sechs Konzerte anbieten, vorausgesetzt die Corona-Lage lässt dies zu. Bei einem Online-Pressegespräch wurden Details vorgestellt.

Platz für 199 Zuhörer bei den Konzerten

Das vor 20 Jahren errichtete Info-Zentrum sei „schon immer“ ein Ort der Begegnung gewesen, sagte Theodoros Reumschüssel, Pressesprecher der Sparte Wasserkraft Deutschland. Jedes Jahr verzeichne man rund 100 000 Besucher. Nun soll es auch Konzerte geben. Die Idee dazu stammt von Reumschüssel. „Wir wollen keine Konkurrenz schaffen zu bestehenden Angeboten“, betonte Reumschüssel. „Wir wollen das gesellschaftliche Leben vor Ort ankurbeln und zur touristischen Attraktion von Kochel einen Beitrag leisten“. Die Infrastruktur sei vorhanden: Ein überdachter Platz samt Bühne, Strom und Licht sowie ein Bistrobetrieb und Toiletten. Es ist Platz für 199 Gäste. Uniper bezuschusst die Durchführung mit „einem fast sechsstelligen Betrag“, sagte Reumschüssel, ohne konkrete Details nennen zu wollen.

Auftrittsmöglichkeiten auch für lokale Künstler

Als durchführender Veranstaltungspartner habe man bewusst eine Agentur aus der Region gesucht und sei auf die Pfisters zugegangen. Der „Musiksommer“ soll eine regelmäßige Reihe werden. Sollte es heuer mit der Durchführung noch nicht klappen, dann eben 2022. Geplanter Start ist am 13. Juli mit einem „Sound of Islands“-Konzert von Willy Astor, gefolgt von Pippo Pollina (24. Juli), Sängerin Norisha (25. Juli), Ami Warning und Band (31. Juli) sowie der Ludwig-Seuss-Band (1. August). Den Pfisters ist es wichtig, auch lokalen Musikern eine Auftrittsmöglichkeit zu geben, deshalb gibt es zum Abschluss am 6. August ein gemeinsames Konzert von Josef Kloiber, Martin Regnat, Leonhard Schwarz und Sonja Schroth. Karten (Kosten: zwischen 22 und 47 Euro) gibt es ab sofort zu kaufen (www.kkk-lenggries.de). Die Pfisters appellieren, trotz der unsicheren Lage Tickets zu kaufen, denn nur so könne man planen. Bei Absage gibt es das Geld zurück. „Das gilt auch, wenn man beim Verschiebe-Termin keine Zeit hat.“

Die Region hat noch „kulturelles Potenzial“

Braucht Kochel noch mehr Tourismus und Aufmerksamkeit? Man werde durch ein „abendliches Kulturangebot den Overtourism nicht befeuern“, ist sich Reumschüssel sicher. Wenn an schönen Tagen die Berg- und Seenregion voll mit Touristen sei, „sind wir am Kraftwerk nicht am Anschlag“. Auch die Kochler Tourist-Info unterstütze das neue Angebot, sagte TI-Chef Daniel Weickel und sprach von einem „richtigen und wegweisenden Konzept“. Laut Andreas Wüstefeld, Chef von „Tölzer Land Tourismus“, habe Kochel kein „Overtourism“-Problem – diesen Begriff verwende man im Zusammenhang mit zu vielen Übernachtungen, so Wüstefeld –, sondern ein Tagesausflugsproblem. Die Region habe jedoch „kulturelles Potenzial“. Sabine Pfister sagte, 199 Plätze seien „kein zweites Woodstock“. TI-Chef Weickel bezeichnet die Reihe als „tolles ergänzendes Angebot“, das sicherlich auch die Aufenthaltsqualität in Kochel steigern werde. Außerdem dürfe man nicht nur an Auswärtige denken, sondern auch an Einheimische.

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