Routine sticht! Sechzig siegt dank Oldie-Toren bei Grünwalder-Rückkehr

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Vor dem Bild des Franz-Marc-Museums (v. li.): Bürgermeister Thomas Holz, Direktorin Cathrin Klingsöhr-Leroy, Anton Hofmann (Leiter der Bayerischen Vertretung in Berlin) und der französische Botschafter Philippe Etienne. 

Franz-Marc-Gedenkjahr

Kunstwelt blickt auf Kochel

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Kochel am See/Berlin - Die Kunstfreunde schauen nach Kochel. Zum 100. Todestag von Franz Marc feiern Gemeinde und Museum den berühmten Maler mit Veranstaltungen und Ausstellungen. In Berlin erfuhr das Gedenkjahr einen außergewöhnlichen Auftakt.

In der Bayernhalle der Bayerischen Vertretung in Berlin haben am Donnerstag rund 200 Gäste das „Lied des Blauen Reiters“ gehört. Das vor einer Woche in München erstmals aufgeführte Melodram des Franzosen Olivier Dejours begeisterte auch die Besucher in der Bundeshauptstadt. „Das war eine sehr beeindruckende Aufführung“, berichtet der Kochler Bürgermeister Thomas Holz kurz vor dem Rückflug in die Heimat. Das größtenteils internationale Publikum sei begeistert gewesen.

Allerdings nicht nur von den vertonten Briefen, sondern auch von Marcs Heimatort. Bürgermeister Holz und Direktorin Cathrin Klingsöhr-Leroy rührten sowohl für die Gemeinde als auch fürs Franz-Marc-Museum die Werbetrommel. „Auf einer großen Leinwand hat Frau Klingsöhr-Leroy das Kochler Museum und die zum Gedenkjahr geplanten Veranstaltungen vorgestellt“, sagt Holz. Dazu seien Fotos mit Motiven aus dem Zweiseenland gezeigt worden. „Da muss ich heuer Urlaub machen“, hat der Bürgermeister anschließend oft gehört.

Ein prominenter Gast ist möglicherweise Philippe Etienne. Der französische Botschafter war sichtlich angetan von der Schönheit der Bergwelt, worauf ihn der Kochler Bürgermeister kurzerhand zu einem Besuch ins Loisachtal eingeladen hat.

Gründe für einen Kochelsee-Urlaub gibt es heuer ohnehin zuhauf, sagte der Bürgermeister bereits in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Das Franz-Marc-Museum warte im Gedenkjahr nämlich mit Bildern auf, „die in den nächsten 50 Jahren nicht mehr in Kochel zu sehen sein dürften“. Zu den berühmtesten Leihgaben zählt „Das arme Land Tirol“. Es ist eines der wichtigsten Gemälde von Franz Marc. Zum Gedenkjahr kommt es aus dem Guggenheim-Museum in New York „in die von Marc besonders geliebte und ihn inspirierende Landschaft nach Kochel zurück“, heißt es in der Ankündigung der Ausstellungstrilogie.

Das Marc-Jahr wird offiziell am Todestag des Malers eröffnet: Am 4. März findet in Kochel ein ökumenischer Gottesdienst statt, verbunden mit einem Besuch am Grab des Malers. Anschließend gibt es einen Festakt für geladene Gäste im Museum.

Mit dem Gedenkjahr befassen sich auch der Kochler Verein für Heimatgeschichte und der örtliche Theaterverein. Sie veranstalten am 4. Juni eine musikalische Lesung, in der ausgewählte Briefe von Franz Marc und Kochler Bürgern vorgetragen werden.

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