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Unter der Anleitung von Kunstpädagogen können die Teilnehmer bei den Kursen ganz unterschiedliche Bastel-, Mal- und kreative Handwerkstechniken erlernen. Bei Erwachsenen ist Hinterglasmalen derzeit der Renner.

Kursangebot in den Weihnachtsferien im Kochler Museum

Kreativ auf den Spuren von Franz Marc

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Im Franz-Marc-Museum kann man nicht nur Bilder anschauen, sondern auch selbst kreativ werden. Das Kurs-Programm erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit – sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen.

Kochel am See– 2018 feiert das Museum zehnjähriges Bestehen. Es hat sich nicht nur aufgrund des Bestandes und der wechselnden Sonderausstellungen einen hervorragenden Ruf erworben, sondern die Besucher schätzen auch das Kreativ-Programm, das immer in den Ferien angeboten wird. „Heuer waren es über 500 Teilnehmer“, sagt Pressesprecherin Bettina Pauly.„Die Besucher kommen aus der ganzen Region, bis aus Garmisch und München.“

Das Team besteht aus vier Kunstpädagogen. Im Wechsel werden in den Ferien täglich Kurse angeboten, meistens am Vor- und Nachmittag. Das Besondere ist, dass die Teilnehmer unterschiedliche Techniken kennenlernen können – sie können malen, basteln, Drucktechniken anwenden, Gold auftragen, mit Holzkohle zeichnen, Techniken des Stoffdrucks erlernen und vieles mehr.

„Der Klassiker ist aber immer noch das Malen, gefolgt vom Filzen“, sagt Pauly lächelnd. Passend zur derzeitigen Sonderausstellung zum Thema Hinterglasmalerei wird auch diese Technik in den Workshops gezeigt. „Das kommt sehr gut an“, sagt Pauly.

An den meisten Kursen können Kinder und Erwachsene teilnehmen. Viele Eltern und Großeltern würden das nutzen und gemeinsam mit dem Nachwuchs kreativ etwas lernen, berichtet Pauly. „Viele kommen immer wieder.“ Urlauberfamilien hingegen würden die Zeit nutzen, eine Kinderbetreuung zu haben, während sich Mama und Papa in Ruhe das Museum anschauen.

„Generationenkonflikte“ gibt es beim gemeinsamen Workshop nicht, auch dann nicht, wenn sich Kinder und Erwachsene vorher nicht kennen. „Das funktioniert eigentlich sehr gut“, sagt Pauly. Natürlich gibt es auch spezielle Angebote, die nur für eine Zielgruppe geeignet sind. Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei sechs, acht oder zehn Personen. „Das legen die Kursleiter fest. Es ist wichtig, damit sie sich auch um jeden Gast kümmern können.“ Pauly rät auf jeden Fall, sich vorher anzumelden. „Es ist zwar nicht jeder Kurs voll, aber auch die Referenten müssen ja planen und teilweise Material mitbringen.“

Neu im Programm ist heuer das Gestalten eines Kalenders. Der Kurs findet am Samstag, 30. Dezember, statt. Mit Kursleiter Michael Sterna können die Teilnehmer (ab fünf Jahren) für jeden Monat ein Blatt gestalten und dabei mit unterschiedlichen Techniken arbeiten: Drucken, Collagieren, Schablonieren, Sprayen oder Aquarellieren zum Beispiel. Dauer: vier Stunden.

Ein Highlight für die Kinder ist auch die Riesenmurmelbahn, die im Garten des Museums aufgestellt wird – heuer am Ersten Weihnachtsfeiertag von 14 bis 17 Uhr. Auf selbstgebastelten Stöcken und Seilen sausen große Styroporkugeln rauf und runter. „Ein spannender Spielenachmittag mit Spaß, Erfindungsreichtum und Bewegung“, sagt Pauly.

Viele der Kurse gibt es immer wieder im Angebot: kreatives Gestalten mit Gold, Actionpainting auf großer Leinwand oder das Basteln mit Elektromüll sind sehr beliebt. Passend zur Jahreszeit gibt es auch Angebote wie „Der Schatz der Schneeprinzessin“. Dieser Kurs ist nur für Kinder ab sieben Jahren. Erwachsene hingegen würde am liebsten „richtig groß malen, gerne mit Bezug zu einer Ausstellung“, sagt Pressesprecherin Pauly. Das Angebot des Hinterglasmalens wird es auch noch in den Faschingsferien geben. „Und dann werden wir mal sehen, ob die Nachfrage weiterhin besteht und wir weitere Kurse in den folgenden Ferienzeiten anbieten.“

Weitere Infos: www.franz-marc-museum.de 

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