Der Hubschrauber landet an der Rettungswache der Kochler Bergwacht.
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Der Hubschrauber landet an der Rettungswache der Kochler Bergwacht.

Acht Retter, Suchhund und Hubschrauber im Einsatz

Lawinenabgang: Bergwacht rückt zum Heimgarten aus

  • Melina Staar
    vonMelina Staar
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Nach einem Lawinenabgang musste am Sonntag die Kochler Bergwacht ausrücken. Zunächst war unklar, ob jemand unter den Schneemassen begraben worden sein könnte.

Kochel a. See - Gegen 16.30 Uhr erfolgte die Alarmierung, wie Bereitschaftsleiter Toni Geiger mitteilt. Wanderer hatten sich gemeldet, dass ein Schneebrett auf Höhe der Ohlstädter Alm abgegangen war – und zwar genau über den Wanderweg H5, der vom Walchensee zum Heimgartengipfel führt. Allerdings konnten sie nicht angeben, ob sich Personen zu dem Zeitpunkt an dieser Stelle befunden hatten und vielleicht verschüttet worden waren.

„Vorsichtshalber sind wir mit dem Hubschrauber Christoph 1 aus München, einem Lawinenhund und acht Mann der Bergwacht ausgerückt.“ Die Retter wurden auf das Schneebrett geflogen. „Dort haben wir alles mit dem Hund abgesucht.“ Es waren aber keine Gegenstände oder Spuren zu sehen, die auf einen Verschütteten hingedeutet hätten. Auch der Hund schlug nicht an. „Nachdem wir dann wussten, dass niemand in der Lawine drin ist, haben wir den Einsatz beendet, und unsere Leute wurden zurückgebracht“, so Toni Geiger.

Bergwacht rät dringend: Auf Lawinenlagebericht achten

Sowohl die Bergwacht als auch die Polizei empfehlen derzeit dringend, sich unbedingt den Lawinenlagebericht anzusehen, bevor man eine Schneeschuhtour oder Wanderung beginnt. Denn: „Mit Schneebrettern muss gerechnet werden,“ so Toni Geiger. Die Tölzer Polizei ergänzt, dass aufgrund der Wärme und der noch vorhandenen Schneemengen in den Bergen ganze Hänge abgehen könnten.

Schon davor, gegen 16 Uhr, hatte die Kochler Bergwacht einen Einsatz am Jochberg. Dort war ein Wanderer gestürzt und hatte sich eine Hüftverletzung zugezogen. Mit Hilfe des Rettungshubschraubers Christoph Murnau wurde der Verletzte vom Notarzt versorgt und schließlich ins Krankenhaus geflogen.

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