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Lebensmittelausgabe an einer Tafel.

Lebensmittelausgabe in Kochel

Tafel zieht in den „Monaco-Keller" ein

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Kochel am See - Nach langer Suche ist eine Bleibe für die Loisachtaler Tafel gefunden. Die Lebensmittelausgabe für bedürftige Mitbürger wird im ehemaligen „Monaco-Keller“ unter der Heimatbühne eingerichtet. Der Betrieb soll bereits im Januar 2017 starten

Der Kochler Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Weichen gestellt, damit die Loisachtaler Tafel ihre Arbeit aufnehmen kann. Voraus ging eine langwierige Suche nach geeigneten Räumlichkeiten, sagte Bürgermeister Thomas Holz. Bereits im Mai hatte die Gemeinde als Ausgabeort das ehemalige Waschhaus am Kochler Bahnhof ins Auge gefasst. Das stellte sich jedoch als renovierungsbedürftiger heraus als zunächst angenommen.

Als Alternativen wurden daraufhin das Pfarrheim und die Franz-Marc-Schule ins Spiel gebracht. Beide seien aber einvernehmlich als ungeeignet eingestuft worden, so der Bürgermeister. Schließlich sei der ehemalige „Monaco-Keller“ zur Sprache gekommen. Der frühere Partyraum unter der Heimatbühne sei zwar nicht barrierefrei, dennoch sei er vorteilhaft. Der 90 Quadratmeter große Raum eignet sich laut Holz sowohl für Lagerung als auch für die Ausgabe von Lebensmitteln. Der Boden sei gefliest und damit gut zu reinigen. Zudem seien Toiletten und Waschbecken vorhanden.

Der „Monaco-Keller“ wurde vom Theaterverein zuletzt als Abstellraum genutzt. „Aber innerhalb einer Woche war alles ausgeräumt“, sagte Holz. Der Verein habe seine Kulissen anderweitig lagern können. Nun sollen demnächst die Kühlzellen und Lagerregale eingebaut werden, damit Anfang Januar der Betrieb starten kann. Die Ausgabe soll montags von 17 bis 19 Uhr erfolgen Die Gemeinde stellt die Räume kostenlos zur Verfügung.

Die Ausgabe kann allerdings nur bewältigt werden, wenn sich ausreichend freiwillige Helfer finden, so Thomas Schneider von der Loisachtaler Tafel. Zusammen mit Klemens Rehm bittet er um Unterstützung: „Jeder, der montags am Nachmittag und frühen Abend etwa drei Stunden (oder auch mehr) Zeit und Lust hat, ist aufgerufen, sich zu melden.“ Je nach Anzahl der Helfer können laut Schneider Teams gebildet werden, „sodass der ehrenamtliche Einsatz für die gute Sache nur jeden zweiten oder dritten Montag erforderlich wäre“. Benötigt werden demnach Helfer zum Vorsortieren, für Fahrdienste, an der Ausgabe der Lebensmittel, für den Reinigungsdienst und als Springer. Zur Bekanntgabe des genaueren Organisationsablaufs wird voraussichtlich am 19. Dezember ein Helfertreffen stattfinden. Die genaue Uhrzeit wird noch bekannt gegeben.

Interessenten melden sich bei Thomas Schneider, Telefon 0 88 57/12 95, E-Mail tom@tcschneider.de oder Klemens Rehm, Telefon 0 88 57/69 88 97, E-Mail klemens.rehm@googlemail.com.

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