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Unternehmen aus der Region, etwa Bäckereien, haben ihre Unterstützung schon zugesagt.

Gemeinden sind sich über Bedarf einig

„Loisachtaler Tafel“ vor der Gründung

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Kochel am See/Benediktbeuern – Im Loisachtal könnte sich in diesem Jahr noch die Gründung einer Tafel entwickeln.

Eine Tafel versorgt bedürftige Menschen mit Lebensmitteln. Die Ausgabestelle für Menschen aus Kochel, Schlehdorf, Benediktbeuern und Bichl könnte der Lesesaal der Kochler Tourist-Info sein. Im Landkreis gibt es bereits Tafeln in Bad Tölz und Lenggries. Recherchen haben ergeben, dass auch im westlichen Landkreis der Bedarf da sei.

In den vergangenen Wochen gab es im Loisachtal mehrere Treffen, an denen die Bürgermeister, Pfarrer, Vertreter von Vereinen (etwa „Zammleben“ aus Benediktbeuern) sowie Mitarbeiter von VdK und BRK teilnahmen. Zudem hat man mit den Tafel-Mitarbeitern in Bad Tölz und Lenggries gesprochen. „Wir haben überlegt, wo und wie wir das Ganze auf die Füße stellen können“, sagt der Kochler Bürgermeister Thomas Holz, zugleich stellvertretender Kreisvorsitzender des BRK.

Auch die Loisachtaler Tafel soll unter dem Dach des BRK angesiedelt werden. „Fürs erste können wir auch deren Kühlauto aus Tölz nützen. Das wäre eine wahnsinnige Erleichterung für den Einstieg“, sagt Holz. Die Spender von Lebensmitteln stünden auch schon parat – angefangen von örtlichen Bäckereien bis hin zu Supermärkten, etwa Aldi in Pessenbach. Letzterer „unterstützt uns mit offenen Armen“, freut sich Holz. Die Suche nach einem Raum sei jedoch schwierig gewesen. Die Kochler Gemeinderäte haben am Dienstag zugestimmt, dass sie mit dem Lesesaal der Tourist-Info (TI) einverstanden sind. Dort könnten sich die Menschen – so ist derzeit geplant – nach der TI-Schließung immer montags nach 19 Uhr (Sommer) beziehungsweise 18 Uhr (Winter) die Lebensmittel holen, vorausgesetzt, sie können ihre Bedürftigkeit mit der „Sozialcard“ nachweisen.

Der Standort an der Tourist-Info sei ideal, so Holz, denn Bahn und Bus halten quasi vor der Tür. „Und nicht zuletzt sehe ich auch uns in der Verantwortung, weil die meisten der etwa 20 bis 30 Tafel-Kunden aus unserer Gemeinde kommen“, sagt der Bürgermeister. Als erste Ansprechpartner für den „Kopf“ wurden Thomas Schneider, ehemaliger Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Benediktbeuern, und Klemens Rehm, ehemaliger Verwaltungschef des Klosters Benediktbeuern, auserkoren. Die beiden Männer suchen noch Unterstützer aus Kochel, Schlehdorf und Bichl. Erst, wenn der genaue Termin klar ist, wann mit der Tafel begonnen werden kann, beginnt die Suche nach Helfern für Ausgabe und Fahrdienste.

Wann es genau losgeht, hängt noch von organisatorischen Details ab – eventuell wird es schon September, vielleicht aber auch erst Januar 2017.

Weitere Infos: Wer die Ansprechpartner unterstützen will, kann sich bei Thomas Schneider (Telefon 0 88 57/12 95) oder Klemens Rehm (Telefon 08857/69 88 97) melden.

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