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Kristall-Trimini 

Märchenhaftes Bad voller Stuck und Marmor

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Das neue Trimini sorgt für Gesprächsstoff – sowohl im Internet als auch im Dorf. Die jüngsten Bilder von der Therme finden immer mehr Interessenten. Und nach einem Rundgang schwärmen Journalisten und Vermieter von der „schönsten Therme Europas“.

Kochel am See – „Hier wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt“, sagt Martina Zerluth. Sie war nach dem Rundgang sprachlos. „In der weiten Umgebung gibt es nichts Vergleichbares“, sagt sie auf Nachfrage unserer Zeitung. Zerluth, die den Ferienbauernhof „Beim Schmied“ in Ried bei Kochel betreibt, war am Montagnachmittag mit Vermietern und Hoteliers zur Besichtigung des neuen Trimini eingeladen. Für Zerluth steht jetzt schon fest: „Das Trimini wird zum Aushängeschild für die ganze Region.“

Mit den Worten „sensationell“ und „gigantisch“ beschreibt Christina Suttner vom Kochler Hotel Postillion ihren persönlichen Eindruck nach der Besichtigung der Therme. „Das ist alles sehr, sehr schön geworden“, sagt sie. Die ersten Gäste werden nach der Eröffnung am kommenden Montag genau so begeistert sein wie sie und ihre Mitbewerber. Die Hotelbesitzerin verspricht sich von der Therme „einen größeren Aufschwung für Kochel“.

Der Kochler Bürgermeister Thomas Holz freut sich über die positive Resonanz. Die meisten der rund 40 eingeladenen Vermieter aus den Gemeinden Kochel und Schlehdorf waren demnach „baff erstaunt“ nach der Führung. Holz ist überzeugt, dass die Mundpropaganda ihren Teil zu den Vorschusslorbeeren für das „märchenhafte Kristall-Trimini“ beitragen wird.

Als „schönste Therme Europas“ hatte Günter Beckstein bereits am Montagvormittag beim Presserundgang die neue Freizeiteinrichtung am Kochelsee bezeichnet. Der frühere bayerische Ministerpräsident und jetzige Aufsichtsratsvorsitzende der Kristall-Bäder AG prophezeite einen touristischen Aufschwung für die gesamte Region (wir haben berichtet).

Wer beim Rundgang genau hinschaut, kann sich erklären, warum die noch im Dezember 2016 veranschlagten 20 Millionen Euro Gesamtbausumme weit überschritten wurden. Laut Gerd Bittermann kostet die neue Therme nun 26 Millionen Euro. Der Vorstandsvorsitzende der Kristallbäder AG hat den Neubau mit großer Detailverliebtheit geplant und ausgestattet. Die Feinheiten sind dem Ideenreichtum des Bäder-Experten geschuldet. Da gibt es zum Beispiel das Treppenhaus, über das die Gäste ins Obergeschoss zur riesigen Herzogstand-Sauna und zum Ruhebereich kommen: Das filigrane Geländer ist teilweise vergoldet, und die Treppenhaus-Wände sind mit feinstem Stuck verziert. Bittermann hat dafür nach eigenen Angaben die Weltmeister der Stuckateure verpflichtet.

Auch die Innenausstattung der insgesamt sieben Saunen dürfte noch für manche Bewunderung sorgen. Da wurden laut Bürgermeister Holz keine billigen Holzdecken eingebaut, sondern Vertäfelungen, die mit guten Wirtsstuben mithalten können.

Vor allem glänzt das neue Trimini durch seine Lage. „Was die Architektur betrifft, mussten wir uns nicht anstrengen: Wir mussten nur die Natur in die Therme holen“, sagt Bittermann. Dank vieler Glasfronten haben die Besucher auf allen Ebenen Ausblick auf den See und Herzogstand. Laut Bittermann hätte hier auch König Ludwig II. seine Freude gehabt.

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