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Mehr Platz für Lebensretter

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Von: Christiane Mühlbauer

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Ein neuer Rettungswagen mit Allrad-Antrieb steht seit wenigen Tagen in Kochel zur Verfügung. Unser Bild entstand bei der Vorstellung in der BRK-Kreisgeschäftsstelle in Bad Tölz und zeigt Markus Bail, Leiter des Rettungsdienstes (re.), mit seinem Stellvertreter Jörg Meyer (li.) und Rettungssanitäter Ferdinand Dörder. © Pröhl

Die Gemeinde Kochel plant derzeit eine kombinierte Rettungswache für Berg- und Wasserwacht. Doch auch das BRK und die Polizei benötigen mehr Platz.

Kochel am See – Wenn ein medizinischer Notfall eintritt, zählt für die Retter jede Minute. In Kochel werden derzeit für die Ehrenamtlichen bei Wasser- und Bergwacht neue Räumlichkeiten geschaffen. Wie berichtet, plant die Gemeinde eine kombinierte Rettungswache für die beiden Organisationen an der Badstraße.

Die Pläne werden derzeit im Landratsamt bearbeitet. „Es gab in letzter Zeit noch Abstimmungsbedarf“, sagt Kochels Bürgermeister und Vize-Landrat Thomas Holz über den Stand der Dinge. So musste noch ein weiterer Stellplatz-Nachweis erbracht werden. Holz ist guter Dinge, dass die Gemeinde bald starten kann. Dann wird die Ausschreibung gemacht. „Unser Ziel ist, dass wir noch in diesem Jahr mit dem Bauen beginnen können.“

Das 325 Quadratmeter große Gebäude soll die neue, gemeinsame Heimat von Berg- und Wasserwacht sein. Bislang sind sie getrennt voneinander untergebracht und haben jeweils mehrere unterschiedliche Aufbewahrungsstätten für ihre Hilfsmittel. In der neuen Rettungswache ist dann Platz für alles. Zudem sollen Synergien genutzt werden, etwa in einem gemeinsamen Vortrags- und Übungsraum. „Es macht ja Sinn, gewisse Kurse gemeinsam abzuhalten“, sagt Thomas Holz. Einige Dinge sind jedoch speziell auf die Retter zugeschnitten, etwa eine Kletterwand für die Bergwacht und einen Trocknungsraum für die Ausrüstung der Wasserwacht.

Zu den Kosten kann Holz noch nichts Genaues sagen: „Jetzt müssen wir erstmal die Ausschreibungen abwarten.“

Im vergangenen Jahr hatte Kochel 1,5 Millionen Euro in die Modernisierung des Feuerwehrhauses investiert. „Der Gemeinde ist es wichtig, dass unsere ehrenamtlichen Retter, die sich für andere in Gefahr begeben, bestmöglich ausgestattet sind.“

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Zu den Rettungsorganisationen in Kochel zählen auch Polizei und BRK. Die hauptamtlichen Einsatzkräfte, die weite Teile des Loisachtals und bis in die Jachenau beziehungsweise zum Landkreis Garmisch abdecken, teilen sich seit vielen Jahren das ehemalige Feuerwehrhaus, in dem es jedoch mittlerweile recht eng geworden ist.

Die Polizei ist mit sieben Beamten und mehreren Fahrzeugen, das BRK mit einem Rettungswagen, einem Notfall- und einem Rettungssanitäter sowie einem Azubi an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden präsent. „Die Platzverhältnisse sind sehr beengt“, sagte Markus Bail, Leiter des Rettungsdienstes, vor Kurzem bei der Präsentation des neuen Allrad-Fahrzeugs für Kochel in Bad Tölz. Den BRK-Mitarbeitern stünden inklusive Stellplatz 73 Quadratmeter zur Verfügung. Leider gebe es keinen ausreichenden Sozialraum. Kreisgeschäftsführer Andreas Schäfer ist zwar dankbar über das Engagement für Wasser- und Bergwacht, sieht aber auch für das BRK in Kochel „keine zufriedenstellende Situation“.

Man wisse, „dass beide Institutionen gerne mehr Platz hätten“, sagt Bürgermeister Holz, zugleich auch stellvertretender BRK-Kreisvorsitzender. Die Gemeinde sei jedoch nicht untätig gewesen und habe einen fünfstelligen Betrag in den Unterhalt des Gebäudes investiert. „Wir haben die Situation im Blick und sind bemüht, bestmögliche Bedingungen zu schaffen.“

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