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Mit vereinten Kräften befreien die Einsatzkräfte der Kochler Kuh Sophie aus ihrer misslichen Lage. 

Kurioser Einsatz der Kochler Wehr

Nach Rettungsaktion: Kuh Sophie wohlauf

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Der Kuh, die am Samstag in Altjoch mit dem Kopf in einer Deichsel feststeckte, geht es gut. Inzwischen ist klar: Er war nicht die Gier nach frischem Wasser, die Sophie antrieb. 

Kochel am See – Beim Anblick des saftigen Grases vergas Sophie jede Vorsicht: Die Kuh steckte ihren Kopf durch die Deichsel eines Anhängers – und blieb prompt stecken. 15 Einsatzkräfte der Feuerwehr Kochel rückten am Samstag um kurz nach 10 Uhr zu einer Weide im Ortsteil Altjoch aus, um das Tier zu befreien.

Trotz ihrer misslichen Lage und des zarten Alters von rund 15 Monaten blieb die Kuh erstaunlich gelassen, sagt Kommandant Hubert Resenberger. Die Männer konnten in Ruhe die Schrauben an der Deichsel lösen. Dank des handwerklichen Geschicks der Einsatzkräfte sprang Sophie nach rund 15 Minuten wieder frei über die Wiese. „Sie war ziemlich erleichtert, glaube ich“, sagt Resenberger und lacht. Die Feuerwehr war vorsichtshalber mit Drehleiter angerückt. An ihr hätten die Helfer einen Flaschenzug befestigen können, falls die Kuh hätte hochgehoben werden müssen. Laut Resenberger kommt es öfter vor, dass die Feuerwehr helfen muss, wenn sich eine Kuh irgendwo verfängt.

Den Rummel hat Sophie gut überstanden: „Es ist alles in Ordnung“, sagt ihr Besitzer, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Lange steckte das Tier wohl ohnehin nicht fest. Als der Landwirt aus Kochel zirka eine Stunde vor Eintreffen der Feuerwehr an der Weide vorbeikam, graste Sophie noch friedlich. Später entdeckte eine französische Reisegruppe die Kuh in Not. Der Reiseleiter aus Bichl wählte die 112. Deshalb war automatisch auch die Polizei vor Ort.

Damit keine andere Kuh ein ähnliches Schicksal wie Sophie ereilt, hat der Kochler Landwirt den Anhänger mit den Wassertanks darauf von der Weide gebracht. Auch wenn er sich sicher ist: „Sophie wird das bestimmt nicht noch einmal machen.“

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