So soll das neue Gebäude aussehen. Architekt ist Wolfgang Kortüm mit einem Team. Das alte Haus („Reiter-Gebäude“) wird gerade abgerissen. 
+
So soll das neue Gebäude aussehen. Architekt ist Wolfgang Kortüm mit einem Team. Das alte Haus („Reiter-Gebäude“) wird gerade abgerissen. 

Kultur

Neubau fürs Franz-Marc-Museum: Künftig mehr Platz für Kreativ-Kurse

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
    schließen

Das Franz-Marc-Museum wird wachsen: Auf dem Gelände wird ein bestehendes Gebäude abgerissen. In dem Neubau wird Platz sein für museumspädagogische Angebote, zudem gibt es Lagerflächen. Die Ausstellung ist coronabedingt derzeit jedoch wieder geschlossen.

Kochel am See – Seit wenigen Tagen sind aufgrund der gestiegenen Inzidenzwerte im Landkreis (wir berichteten) auch im Franz--Marc-Museum in Kochel die Türen wieder geschlossen. Museumsdirektorin Dr. Cathrin Klingsöhr-Leroy bedauert das natürlich. Denn für die Anselm-Kiefer-Schau bestehe nach wie vor reges Interesse, sagt sie. Die Hygienevorschriften im Museum erlaubten bis zur Schließung zwar nur 60 Besucher im Gebäude. Die Nachfrage bestehe jedoch kontinuierlich, sagt die Leiterin. „Deshalb waren wir mit den Besucherzahlen im März auch recht zufrieden.“ Die Gäste seien vorbildlich und würden sich anmelden. „Dass wir ihnen jetzt wieder absagen müssen, ist sehr schade.“

Die Arbeit läuft unterdessen an anderen Stellen weiter. Wie das Museum mitteilt, hat die Stiftung Etta und Otto Stangl – sie ist neben der Franz Marc Stiftung die Trägerin der Einrichtung – das sogenannte Reiter-Gebäude nördlich des Ausstellungshauses gekauft. Es wird in diesen Tagen abgerissen und neu gebaut.

In dem Neubau wird Platz sein für einen Ausbau des museumspädagogischen Angebots. Schon jetzt sind die Kreativkurse für Kinder und Erwachsene ein Renner. Wenn möglich, findet einiges im Freien statt. Das kann im Neubau nun auch auf einer vorgeschalteten Terrasse, das Museum spricht von einer „kreativ nutzbaren robusten Freifläche“, geschehen. Klingsöhr-Leroy kann sich auch vorstellen, dass dort Theaterproben, Tanzvorstellungen oder die beliebten Yoga-Kurse stattfinden. „Wir können viel Neues ausprobieren“, freut sie sich. Im Erdgeschoss des Neubaus ist ausreichend Platz fürs Lager, etwa für Kataloge und Transportkisten.

Der Neubau soll in einer „dem Franz-Marc-Museum angemessenen Maßstäblichkeit und Sprache“ errichtet werden. Er soll sich passend in den Park eingliedern und eine Verbindung zum Charlotte-Mittelsten-Scheid-Weg herstellen, von dem man einen schönen Blick ins Blaue Land hat. Der Park wird nach den Bauarbeiten, die im Herbst 2022 abgeschlossen sein sollen, an einigen Stellen neu bepflanzt und soll 2023 eine weitere Skulptur erhalten.

Der Park befindet sich im Eigentum der Gemeinde. Mit den Trägern des Museums besteht ein Erbpachtvertrag, berichtet Bürgermeister Thomas Holz auf Nachfrage. Er freut sich sehr über die Erweiterung: „Das Museum ist bereits jetzt ein Juwel und ein großes Geschenk sowohl für die Gemeinde als auch für die ganze Region“, sagt Holz. „Dank der großzügigen Investitionen der Stiftung Etta und Otto Stangl wird das besondere Angebot nicht nur erheblich erweitert, sondern am einstigen Standort des Goethe-Instituts kann so auch wieder pädagogische Arbeit stattfinden.“ Das sei, so Holz, „eine ideale Verbindung von Kunst und Geschichte“.

Sowohl der Bürgermeister als auch die Museumsleiterin bezeichnen die Zusammenarbeit als „sehr angenehm“. Wie berichtet, laufen die Ausstellungsplanungen für die kommenden Jahre im gewohnten Umfang weiter. Ab 20. Juni werden Künstlerbildnisse im Kreis von Brücke und Blauem Reiter gezeigt, Titel: „Ich bin mein Stil“.

Bad-Tölz-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Bad-Tölz-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Bad Tölz – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare