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Die Herzogstand-Sauna mit Blick auf den Kochelsee und die Berge ist seit Kurzem auch in Betrieb. 

Trimini-Erweiterung 

Neue Therme ein „Meilenstein für Kochel“

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Die Fertigstellung der Trimini-Erweiterung ist mehr als nur ein Meilenstein in der Geschichte der Gemeinde Kochel. Für Bürgermeister Thomas Holz ist sie gar ein „historischer Moment“.

Kochel am See – Seit Montag ist die neue Therme in Betrieb und freut sich wachsender Beliebtheit. Bereits am Eröffnungstag kamen knapp 700 Besucher. Der Ansturm hat von Tag zu Tag zugenommen, so die Auskunft der Betriebsleitung. Inzwischen seien alle Bereiche offen, auch die Herzogstand-Sauna mit Platz für 300 Besucher. Lediglich die Kosmetik- und Massage-Abteilung ist noch im Aufbau begriffen. Der Probebetrieb mit 50 Prozent ermäßigten Eintrittspreisen läuft noch bis einschließlich Freitag, 7. April. Danach gelten die regulären Preise.

In den 45 Jahren seines Bestehens hat die Freizeiteinrichtung schon einiges erlebt, sagte d

er Bürgermeister in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die vergangnen fünf, sechs Jahre waren aber laut Thomas Holz „die wohl bewegtesten“. Nicht nur einmal hing demnach in dieser Zeit „die Zukunft des PPP-Projekts und damit des Trimini am seidenen Faden“, so der Rathauschef. Holz erinnerte an einen Notartermin im Juni 2015, bei dem es um einen Nachtrag zu dem Vertrag über die öffentlich-private Partnerschaft (PPP) ging. Holz: „Wenn man mal sechs Stunden für fünf Seiten Vertrag beim Notar sitzt, ist wohl jedem klar, dass es nicht nur am langsamen Vorlesen vom Notar liegen kann.“

Inzwischen sind die Querelen Geschichte. Das Kristall-Trimini ist vertragsgemäß fertiggestellt. Das hat bereits Mitte März ein Sachverständiger festgestellt. Danach hat die Gemeinde die Rechnung der Kristall-Gruppe beglichen und den fälligen Betrag in Höhe von 5,7 Millionen Euro überwiesen. „Das Geld hatten wird bereits bei der Bank geparkt“, so der Bürgermeister. Weitere 2,4 Millionen hat das Unternehmen vom Freistaat erhalten. Für den Rest der Gesamtkosten in Höhe von 26 Millionen Euro kommt die Kristall-Gruppe auf.

„Das war ein Kraftakt für unser Unternehmen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerd Bittermann beim Presserundgang vor knapp zwei Wochen. Im Dezember 2016 lag die anvisierte Gesamtsumme noch bei 20 Millionen Euro. Zusätzliche Einbauten wie beispielsweise eine Restaurant-Galerie über dem bisherigen Hallenbad, hochwertige Materialien und nicht zuletzt der Schichtbetrieb auf der Baustelle in den vergangenen Monaten haben den Preis nach oben getrieben.

Ein „Schlüssel für die erfolgreiche Fertigstellung“ war laut Holz die zuletzt gute Zusammenarbeit mit der Kristallbäder AG. Der Bürgermeister verwies auf das enge Vertrauensverhältnis, das sich zwischen ihm und dem Kristall-Aufsichtsratsvorsitzenden Günter Beckstein entwickelt habe. Der Rathauschef lobte aber auch auf die „großartige Kreativität“ des Kristall-Vorstandsvorsitzenden Gerd Bittermann. Er habe die Therme mit erstaunlicher Liebe zum Detail gestaltet. Das Projekt trage seine persönliche Handschrift.

Der Bürgermeister erinnerte zudem an den ehemaligen Konzernchef Heinz Steinhart. Er war Anfang Juli 2016 einem Krebsleiden erlegen. Steinhart hatte bereits 2005 erstmals seine Pläne für eine Trimini-Erweiterung vorgestellt. „Ich hätte jetzt gerne mit ihm die Eröffnung gefeiert“, sagte Holz.

Als dienstältester Gemeinderat meldete sich in der Sitzung am Dienstag Hans Resenberger zu Wort und zollte dem Bürgermeister höchsten Respekt für dessen Einsatz. „Du warst von Anfang an von dem Erfolg des Projekts überzeugt und hast seit fast zehn Jahren nicht nur als einziger bei jeder Besprechung, jeder Sitzung und jedem Termin zu diesem Thema teilgenommen, sondern hast diese in unzähligen stundenlangen Telefonaten oder in nächtelangen Aktenstudien vorbereitet.“ Holz habe sich mit sehr großem persönlichen Einsatz engagiert, was sicherlich manchmal an oder über die Belas-tungsgrenze ging. Holz habe sich auch in schwierigen Situationen „nicht über den Tisch ziehen lassen und das maximal Mögliche für die Gemeinde herausgeholt“. Dem Dank schloss sich auch Bürgermeister-Stellvertreter Thomas Eberl an.

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