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Feierte den Festtag mit der Kirchengemeinde: Pfarrerin Antonia Janßen (re.).

Orgel-Einweihung 

„Neue Wegbegleiterin“ ein großes Geschenk

Walchensee – Mit einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang im Kirchengarten feierten die Gläubigen der evangelischen Kirchengemeinde Kochel am Sonntag die Einweihung ihrer neuen Orgel im Walchenseer Gotteshaus.

Spielte die neue Orgel: Dekanatskantorin Elisabeth Göbel.

Ganz neu waren die Klänge der Orgel den Protestanten der Kirchengemeinde beim Festgottesdienst freilich nicht. Schon seit Frühjahr 2014 erklingt das einmanualige Instrument mit seinen vier Registern regelmäßig in der kleinen Walchenseer Kirche. Dass das so ist, ist laut Pfarrer Corvin Wellner dem Engagement einer Walchenseer Familie zu verdanken. Diese Familie, die namentlich nicht genannt werden möchte, hat das Meisterstück des Orgelbauers Benjamin Lindenmayr aus der renommierten Orgelbaufirma Weishaupt aus Westendorf (Kreis Augsburg) privat vorfinanziert. 20 000 Euro hat die Orgel gekostet, die Pfarrerin Antonia Janßen in dem Festgottesdienst als „unsere neue Wegbegleiterin“ bezeichnete. „Zuvor hatten wir nur ein altes Harmonium. Und das hat sehr, sehr schlecht geklungen“, begründete Wellner den Kauf. Das Ehepaar Annette und Wolf-Armin von Reitzenstein hatten sodann eine Spendenaktion ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Orgel ins Eigentum der Kirchengemeinde zu übergeben. Schon 2015 war dieses Ziel erreicht. „Das ging sehr schnell“, freute sich Wellner, der mit dem neuen Instrument sehr zufrieden ist, denn: „Es passt wunderbar in die Architektur der Kirche.“

Beim Festgottesdienst, bei dem die Dekanatskantorin Elisabeth Göbel einen Einblick in den Klang und die Variationsmöglichkeiten der neuen Orgel gab, würdigte Pfarrerin Janßen das Instrument als „großes Geschenk der Musik“. Es solle bei den Gottesdiensten künftig zu Ehren und zum Lob Gottes erklingen. Janßen predigte von der großen Bedeutung der Musik für den Glauben und zitierte Martin Luther, der die Musik als „singende Verkündigung“ bezeichnet hatte, die die Kraft habe, den Teufel zu vertreiben und den Menschen fröhlich zu machen. Janßens Wunsch: „Dass dank unserer neuen Orgel das Wort Gottes auf vielstimmige Weise Gestalt gewinnen kann.“

Franziska Seliger

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