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Förderzentrum geplant 

Neues Leben im Heim der Annaschwestern

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Ein Förderzentrum und ein Wohnheim für behinderte Jugendliche sowie die Sanierung und Erweiterung der gemeindlichen Kindertagesstätte: In der Kochler Badstraße tut sich heuer einiges.

Kochel am See – Um Belange von Kindern und Jugendlichen ging es am Dienstag in der Kochler Gemeinderatssitzung – und das gleich bei vier Tagesordnungspunkten. Da hat zunächst das Dominikus-Ringeisen-Werk große Pläne im Sankt-Annaheim. Dort will die im schwäbischen Ursberg ansässige kirchliche Stiftung sowohl ein privates Förderzentrum als auch ein heilpädagogisches Heim für Kinder und Jugendliche mit Behinderung errichten. Ein Projekt, das laut Bürgermeister Thomas Holz für Kochel „von ganz besonderer Bedeutung“ ist. Denn so werde das frühere Kochler Kinderheim wieder mit Leben erfüllt. „Das wird eine gute und wichtige Einrichtung, nicht nur für Kochel, sondern für ganz Oberbayern“, sagte Holz.

Im Beisein der Generaloberin Schwester Waltraud Engl erläuterte die zuständige Projektleiterin Andrea Falkowsky in der Gemeinderatssitzung die Pläne auf Nutzungsänderung, die allesamt genehmigt wurden. Das Dominikus-Ringeisen-Werk, das in den kommenden Jahren nach und nach den Annaheim-Komplex übernimmt, plant demnach ein Förderzentrum mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung. Neben einer Schule ist auch ein Wohnheim für behinderte Kinder und Jugendliche vorgesehen. Jeweils sechs sollen in einer Wohngruppe zusammenleben. „Wir beginnen zunächst mit dem Umbau von Haus A“, sagte Falkowsky. Der Innenumbau soll im kommenden Herbst starten. Die erste Klasse des neuen Förderzentrums könnte dann im September 2018 „eingeschult“ werden. In den Folgejahren soll Platz für zwei weitere Gruppen geschaffen werden. Ein Nebenhaus in Hanglage will das Ringeisen-Werk für künftige Mitarbeiter und Betreuer umbauen. Das Bewerbungsverfahren für die Heimleitung sei angelaufen. Besonders erfreut ist Falkowsky, dass sich bereits zwei Ehepaare aus der Region nach einer Unterbringungsmöglichkeit für ihre Kinder erkundigt haben.

Auch in der benachbarten Kochler Kindertagesstätte (KoKiTa) tut sich einiges. Wie berichtet will die Gemeinde das Gebäude sanieren. Während der Bauzeit werden die Kleinen vorübergehend im ehemaligen Schulhaus der St.-Annaschwestern untergebracht. „Wir wollen den Kindern nicht den Lärm und Schmutz zumuten“, sagte der Bürgermeister. Außerdem will die Gemeinde „dem Zug der Zeit folgen“ und in der KoKiTa eine zweite Krippengruppe errichten. Dafür muss unter anderem der Brandschutz ertüchtigt werden. Auch dafür gab der Gemeinderat Grünes Licht.

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