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Rollrasen, Kiesstrand und eine neue Bar: Der Außenbereich vor dem neuen Trimini ist fast fertig.

Ilse Aigner besucht Therme

Offizielle Trimini-Eröffnung: Wie im Paradies

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Weiß-blauer Himmel, Sonne pur und schneebedeckte Berggipfel – Petrus meinte es gut am Montagnachmittag bei der offiziellen Eröffnung des Kristall-Trimini am Kochelsee.

Kochel am See – Seit vier Wochen ist das modernisierte Erlebnisbad in Betrieb. Nach 14 Tagen Probelauf und weiteren 14 Tagen Vollbetrieb in den Osterferien ist das neue Trimini offenbar schon zum Paradies vieler Wasserratten geworden. „In Kürze begrüßen wir den 40.000. Besucher“, sagte Gerd Bittermann. Der Vorstandsvorsitzende der Kristall-Bäder AG hieß gestern zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Günther Beckstein und dem Kochler Bürgermeister Thomas Holz die Ehrengäste der Eröffnungsfeier willkommen. Allen voran Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, die zwischen Ministerrats-Runde und Besuch bei der evangelischen Landesbischöfin nach Kochel gekommen war. Nach einem Rundgang stand für sie fest: „Das Trimini ist ein Juwel in der bayerischen Bäder- und Thermenlandschaft.“

Beckstein: „Das Werk kann sich sehen lassen.“

„Das Werk kann sich sehen lassen“, schwärmte Günther Beckstein. Der „nüchterne Franke“ ist überzeugt: „Das Trimini ist zwar nicht die größte, aber die schönste Therme Europas geworden.“ Aber auch daran erinnerte der Ex-Ministerpräsident: „Vor zwei Jahren hing das Projekt noch am seidenen Faden.“ Ein Scheitern der damaligen Verhandlungen wäre fatal gewesen. Bürgermeister Thomas Holz habe seinerzeit „das Äußerste für die Gemeinde herausgeholt“. Auch der Kochler Rathauschef hat die schwierigen Zeiten noch im Gedächtnis. „Damals sah es eher danach aus, die Vertreter der Gemeinde und der Kristall-Gruppe würden sich eher im Gerichtssaal als an der Poolbar treffen“, sagte Holz. 

Hoher Besuch bei Einweihung des Kristall-Trimini

Sowohl Holz als auch Beckstein würdigten in ihrer Rede die Verdienste von „Bäder-König“ Heinz Steinhart. Der im vergangenen Jahr verstorbene Kristall-Chef hatte vor über zehn Jahren das erste Mal im Kochler Rathaus angeklopft. „Heinz Steinhart war ein Visionär, der das Trimini für die Kristallgruppe wollte“, sagte Beckstein. Als sich Steinharts Gesundheitszustand immer mehr verschlechterte, habe Gerd Bittermann die Gesamtverantwortung übernommen. „Sie sind der Innenarchitekt des Trimini“, lobte Ministerin Aigner die unternehmerische Leistung Bittermanns.

Die evangelische Pfarrerin Antonia Janßen und Pfarrer Heiner Heim spendeten bei der Einweihungsfeier, die von der Kochler Blaskapelle musikalisch umrahmt wurde, den kirchlichen Segen. Pfarrer Heim zitierte dabei Theresia von Avila. Die mittelalterliche Mystikerin hatte gefordert: „Tu deinem Leib etwas Gutes, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ Im neuen Trimini könne man eine solche Auszeit nehmen und die Seele baumeln lassen, sagte Pfarrerin Janßen.

Ehrengast Ilse Aigner, die kurz nach ihrer Rede zurück nach München musste, versprach an Pfingsten wiederzukommen. Sie gehe gerne in die Sauna, sagte sie beim Rundgang. Für eine Politikerin sei das jedoch eine „gewisse Herausforderung“ – aber in Kochel könne man ja auch mit Badeanzug schwitzen.

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