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Ein Bild der Vergangenheit: Der ehemalige Penny-Markt in Kochel ist verkauft. 

Penny-Zukunft 

Ehemaliger Supermarkt ist verkauft

Kochel am See – Seit Monaten steht das Gebäude leer. Nun ist das Grundstück mit dem ehemaligen Penny-Supermarkt in Kochel verkauft. Neuer Besitzer ist der Kochler Markus Greiner. Was mit dem Areal passiert, ist indes noch unklar.

Eigentlich hatte Markus Greiner mit dem einstigen Supermarkt ganz konkrete Pläne. „Ursprünglich wollte ich den Einzelhandel in Kochel beleben“, sagt Greiner, der nichts über die Kaufsumme sagen möchte. Doch seine Nachfragen bei Firmen wie Rewe, Norma, Netto oder Feneberg seien allesamt abschlägig beschieden worden. „Den meisten ist die Lage zu schlecht“, berichtet Greiner von seinen Gesprächen. Denn das Areal liegt nicht direkt an einer Hauptverkehrsstraße.

Viele Supermarkt-Ketten hätten zudem Vorstellungen, die in Kochel nicht durchzusetzen seien. „Einer wollte zum Beispiel einen Pylon von bis zu acht Metern Höhe errichten.“ Das sei in Kochel wegen einer existierenden Schildersatzung nicht möglich. Andere hätten ihre Pacht umsatzabhängig machen wollen – für Eigentümer Greiner keine Option. Immerhin hätte er, dessen Dachdeckerei in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Penny-Areal liegt, für den neuen Pächter einen Neubau hochgezogen, da das Bestandsgebäude unter anderem wegen seiner Säulen im Verkaufsraum als moderner Supermarkt nicht mehr wettbewerbsfähig sei. „Das Gebäude hat für sie keinen Charme. Sie wollen quadratisch, praktisch, gut.“ Ein Neubau hätte Greiner aber „rund eine Million Euro gekostet“. Um eine derartige Investition zu stemmen, hätte er unbedingt fixe Mieteinnahmen gebraucht. „Das war einfach alles viel zu schwammig.“

Greiner hat sich nun also für einen Plan B entschieden. „Ein Architekt prüft gerade, was an Bebauung möglich ist.“ Greiner schwebt auf der als Mischgebiet ausgewiesenen Fläche der Bau von bezahlbaren Wohnungen für Familien und Arbeitnehmer mit kleinerem Einkommen vor, denn: „Meiner Ansicht nach haben wir in Kochel ein Wohnungsproblem.“ Im Erdgeschoss dieses Wohngebäudes könnte sich ein Allgemeinmediziner und Kinderarzt niederlassen. Einen Interessenten, einen junger Arzt aus München, gibt es laut Greiner bereits. „Er wäre interessiert, sich in Kochel niederzulassen.“

Frühestens Anfang 2017 könnte mit dem Bau dieses Gebäudes begonnen werden. „Wenn überhaupt“, sagt Greiner, denn: „Definitiv ist momentan nichts.“ Vorläufig hat die Firma „Getränke Glasl“ zum 1. Juli die einstigen Supermarkt-Räume von Greiner als Lager angemietet.

Franziska Seliger

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