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Notlösung: Die Post bedauert den Kofferraum-Verkauf während der Schließung der Filiale. 

Filiale musste schließen

Postkunden stehen wieder vor verschlossener Tür

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Kochel am See – Die Postfiliale in Kochel bleibt ein Sorgenkind. Nach dem Briefmarkenverkauf aus dem Kofferraum und einer Entschuldigung des Konzerns war der Schalter am vergangenen Freitag ein weiteres Mal geschlossen.

„Das ist ärgerlich“, sagt Post-Pressesprecher Klaus-Dieter Nawrath. Die Kochler Filiale war am vergangenen Freitag wegen Krankheit kurzfristig geschlossen, wie Nawrath auf Nachfrage des Tölzer Kurier bestätigt. „Ich kann mich dafür nur entschuldigen.“ Die Schließung sei dem Konzern nicht leicht gefallen. „Wir haben alle Register gezogen, aber wir konnten die Lücke nicht schließen“, so Nawrath. Krankmeldungen würden halt in der Regel sehr kurzfristig eingereicht. Dann sei es immer schwierig, Ersatz zu finden. Am vergangenen Samstag und am gestrigen Montag habe es aber bereits keine Einschränkungen mehr gegeben.

Dass Postkunden vor verschlossenen Türen stehen, dieses Szenario sollte eigentlich der Vergangenheit angehören. Das geht aus einer Antwort hervor, die der Kochler Bürgermeister Thomas Holz vor zwei Wochen erhalten hat. Das berichtete Holz in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Im Mai hatte sich der Rathauschef bei der Bundesnetzagentur über die Unregelmäßigkeiten bei den Öffnungszeiten und dem Verkauf von Briefmarken aus einem Postfahrzeug beschwert. „Das ist ein Armutszeugnis“, hatte Holz damals geschimpft.

Die Post bedauere diese Unannehmlichkeiten, heißt es in dem Antwortschreiben des „Gelben Riesen“. Die Post teilt darin allerdings auch mit, dass man eine Vertretungskraft eingestellt habe und dass eine weitere Kraft für Notfälle eingesetzt werden könne. Der Postdienst aus dem Kofferraum sei nur eine Notlösung gewesen und habe nur vier Tage gedauert.

Wie mehrfach berichtet, hatte die Post im vergangenen Februar und im Juni ein Postauto vor der Filiale abgestellt und dort die üblichen Dienstleistungen wie Briefmarkenverkauf und Paketaufgabe angeboten – eine Notlösung, die bei vielen Bürgern gar nicht gut ankam.

Das Entschuldigungsschreiben stimmte den Kochler Bürgermeister versöhnlich. „Wir haben nichts anderes erwartet“, sagte Holz in der Gemeinderatssitzung. Nun werde man wenigstens mit einem eigenen Aktenzeichen bei der Post geführt. Vielleicht werde ja so eine neuerliche Beschwerde rascher beantwortet.

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