Bulli-Enthusiasten: Das Lenggrieser Organisatoren-Ehepaar Inmaculada und Stefan Künkele an der mobilen Bar mit einer VW Bus-Front. Foto: Scheitterer

Regen kann Bulli-Freunde nicht schrecken

Kochel am See - Trotz der schlechten Witterung waren am Wochenende etwa 180 VW Bus-Besitzer beim traditionellen Südbayerntreffen am Kochelsee.

„Ist da ein Bach in der Nähe?“ Das war die am häufigsten gestellte Frage, wenn ein weiter entfernter Interessent am „Südbayerischen VW Bus-Treffen“ noch zweifelte, ob er kommen sollte oder nicht. „Für das Sauwetter ringsherum, haben wir wirklich Glück gehabt“, freute sich das Lenggrieser Organisatoren-Ehepaar Inmaculada und Stefan Künkele. Auch wenn es hin und wieder etwas regnete, größtenteils blieben die Bullifreunde trocken. Mit knapp 180 VW Bussen jeglichen Alters und jeglicher Couleurs waren sie am Wochenende auf dem Campingplatz in Altjoch angerückt. Entsprechend gut war dann auch die Feierstimmung, vor allem nachts am Lagerfeuer.

Drei Tage lang war da unter den zahlreichen VW Bus-Liebhabern Fachsimpeln und Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten angesagt, wobei sich wieder zahlreiche „Stammgäste“ mit ihren Gefährten eingefunden hatten. Selbst den Sprung in den doch noch sehr kühlen Kochelsee wagten einige.

Die ältesten Fahrzeuge waren zweifellos drei Urväter der VW -Bus-Generationen aus Österreich, darunter ein „T1 Samba“, Baujahr 1960, der aus Innsbruck gekommen war. Statt der heutzutage üblichen Blinker, ist dieser Oldtimer sogar noch mit „Winkern“ ausgestattet. Übrigens alle drei sind Stammgäste des alljährlichen Kochler Treffens.

Das absolute Gschau hatte jedoch eine von seinem heutigen Besitzer wieder liebevoll in den Originalzustand zurückversetzte, absolute Rarität: Ein ähnlich alter T1, aber mit Pritschenaufbau, der aus brasilianischer Produktion stammt. Aber auch fantasievolle Umbauten waren zu bewundern, wie etwa ein auf 5,60 Meter verlängerter Dreiachser. Dieses Prachtstück wird von einer 174 PS starken VR6-Maschine angetrieben.

Auch wenn es im Vergleich zu den Vorjahren an die 40, 50 VW-Busse weniger waren, zeigte sich Künkele absolut zufrieden: „Wenn sich einer bei der Wetterprognose in Dortmund in seinen Bulli setzt und acht Stunden lang hierher fährt, finde ich das nur noch genial.“

Ewald Scheitterer

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